Pader/Norduganda: die Gewalt dauert an
20 Jahre dauert der Konflikt in Uganda zwischen der Regierung und der Lord´s Resistance Army bereits an. Die Folgen sind verheerend: Sexueller Missbrauch, Folter, Verstümmelung und Entführungen haben schwere psychische und physische Narben hinterlassen. Vor allem die Region Pader gilt als Epizentrum des Konflikts. Seit 2004 hat CARE 24 Flüchtlingslager eingerichtet. Rund 290.000 Menschen – fast die ganze Bevölkerung der Region – mussten in den Camps Zuflucht finden. Frauen leiden besonders unter der anhaltenden Gewalt.
CARE unterstützt rund 18.500 Menschen
CARE hilft den Opfern von Gewalt, darunter vorwiegend Frauen: 5.000 Frauen und Mädchen sowie 1.500 Männer und Jungen werden auf Gemeindeebene psychosozial betreut. Musik- und Tanztherapie helfen die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Gemeindemitglieder werden im sorgsamen Umgang mit Opfern von Gewalt geschult. Zusätzlich initiiert CARE Kampagnen zum Thema Gewalt gegen Frauen.
CARE: stärkt die Rechte der Frauen
Öffentliche Theateraufführungen sensibilisieren auch die Männer für Frauenrechte. CARE finanziert rund 30 lokale Radiosendungen, um Frauenrechte zu propagieren. Diskussionsrunden mit traditionellen und religiösen Führungspersönlichkeiten brechen Barrieren auf. 12.000 vom Konflikt betroffene Frauen können dank CARE so ihre Rechte einfordern. Auch die Regierung setzt sich dadurch allmählich für Frauenrechte ein: Eine neue Verfassung sowie eine Nationale Gender-Politik zur formellen Gleichstellung der Rechte von Mann und Frau, wurden bereits ratifiziert.
Frauennetzwerke: Frauen ziehen an einem Strang
CARE gründet Frauennetzwerke, die den Austausch und Zusammenhalt der Frauen fördern: Frauen werden verstärkt in Führungsrollen und in Friedensprozesse eingebunden. Zusätzlich stärkt CARE die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen: Infokampagnen zu den Themen Kredit- und Sparvereine sowie Gründung von Kleinunternehmen werden durchgeführt. Mehr als 15.000 Menschen können so ihre Existenz sichern.