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Tansania: CARE stärkt Frauenrechte auf Sansibar

Tansania: CARE stärkt Frauenrechte auf Sansibar

Sansibar: die Armut ist hoch
Sansibar schloss sich 1964 gemeinsam mit dem damaligen Tanganyika zur Republik Tansania zusammen. Sansibar hat seitdem in der Republik Tansania semi-autonomen Status und ein eigenes Parlament. Die Armut in Sansibar ist hoch: 49% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, Frauen sind besonders stark betroffen.
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Pemba und Ungaja: Frauen sind auf sich gestellt
Die Benachteiligung von Frauen, vorwiegend in den ländlichen Gebieten der Hauptinseln Pemba und Unguja ist gravierend: Frauen haben kaum Zugang zu Bildung, Einkommen und kein Mitspracherecht im Haushalt. Viele der Frauen leiden auch unter psychischer und physischer Gewalt: Oft werden sie misshandelt, vergewaltigt und danach wegen „Ehrenverletzung“ von ihren Familien verstoßen. Frauen sind mit ihren Kindern völlig auf sich gestellt.

CARE hilft rund 6.000 Frauen
Frauen sind, sowohl was Einkommen als auch Bildung betrifft, stark benachteiligt. Eine Umfrage hat ergeben, dass der überwiegende Teil der verheirateten Frauen in Sansibar keinerlei Mitspracherechte im Haushalt hat. Frauen haben grundsätzlich keinen Zugang zu Geld, der Mann ist alleine für das Einkommen zuständig und verwehrt in den meisten Fällen jegliche Mitsprache.

Werden Frauen vergewaltigt oder bekommen ein uneheliches Kind, verlässt/verstößt sie der Mann, und die Frau ist mit den Kindern völlig allein auf sich gestellt. Auch deshalb ist es für Frauen so wichtig, eigenes Einkommen zu generieren. 30 Prozent aller Haushaltsvorstände in den Projektbezirken sind Frauen.

CARE unterstützt die Gründung von 300 Kredit- und Sparvereinen für Frauen. Die Mitglieder nehmen an Schulungen bezüglich Methodologie und Management
dieser Vereine teil, um sie nach einigen Monaten selbst leiten zu können. Jede Frau liefert bei jedem Treffen einen bestimmten, ganz kleinen Betrag ab, der in eine gemeinsame, versperrbare Sparschachtel kommt. Die Schachtel und der Schlüssel werden von zwei unterschiedlichen Frauen aufbewahrt.

Der eingezahlte Betrag wird mittels eines Stempels in eine Art Sparbuch eingetragen. Jeder Stempel steht für eine bestimmte Summe. Da also keine Beträge in den Sparbüchern aufscheinen, ist es auch Frauen, die nicht schreiben, lesen und rechnen können möglich nachzuvollziehen, wie viel/oft sie gespart haben. Die Sparbücher haben Nummern und keine Namen.

Diese Anonymisierung der Namen und Einträge unterstützt egalitäre Strukturen innerhalb der Gruppe und stärkt die Frauen gegenüber ihren Männern, da diese nicht erkennen können, wer wie viel gespart hat. Mit dem Geld werden nach gemeinsamer Abstimmung Kleinstinvestitionen gewährt zum Aufbau Einkommensschaffender Aktivitäten (z.B. Hühner für Hühnerzucht, Rohstoffe für Seifenproduktion, Gemüseanbau u.ä.). Dieser Minikredit muss innerhalb einer bestimmten Zeit mit geringer Verzinsung wieder zurückgezahlt werden. Durch dieses System bauen die Frauen ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit auf.

Besonders wichtig ist es aber auch, dass die Frauen dadurch Raum haben, sich auszutauschen und über ihre Erfahrungen zu sprechen. So entstehen gegenseitige Unterstützung und Vertrauen.

Frauenrechte: Bewusstsein bilden
Die Kredit- und Sparvereine dienen als Netzwerk für gesellschaftliche Aktivitäten zur Sensibilisierung für Frauenrechte. CARE informiert Frauen auch über staatliche Förderungsmöglichkeiten zur Finanzierung weiterer bewusstseinsbildender Maßnahmen und schult CARE-MitarbeiterInnen in Gender-Themen. Als lokale Partnerin konnte die Organisation Tanzania Media Women’s Association (TAMWA) gewonnen werden, die mit großem Know-How und Engagement Beiträge in Zeitungen, Radio und Fernsehen gestaltet.

www.tamwa.org


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Mag.a Silvia Kukla

Mag.a Silvia Kukla
Projektreferentin

Projektfinanzierung
EU, OEZA, CARE Österreich

EU gefördert durch die OEZA

Weltkarte Tansania
Tanzania/Sansibar Karte
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