Ruanda: Massive Abholzung
Ruanda ist das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas. Da Feuerholz der mit Abstand wichtigste Energielieferant der Bevölkerung Ruandas ist, sind nur noch 15% des Landes bewaldet. Mehr als 25% des Waldes wurden in den letzten 40 Jahren abgeholzt. Das bleibt nicht ohne Folgen: Die ökologischen und ökonomischen Probleme durch die kaum mehr vorhandenen Ressourcen werden immer dringlicher.

Weniger Holzverbrauch, weniger CO2-Ausstoß
Holz und Holzkohle werden in Ruanda vor allem zum Kochen verwendet. Durch energiesparende Kochtechniken und Öfen kann CARE einerseits Frauen und Mädchen helfen, die dadurch weniger Zeit zum Sammeln von Holz benötigen. Andererseits wird damit der CO2-Ausstoß beim Kochen massiv reduziert. Außerdem wird mit diesen Projekt auch Waldschutz betrieben, was wiederum der Klimabilanz zu Gute kommt.
CARE-Öfen sind gesünder
Im Süden Ruandas, in den Bezirken Nyamagabe, Nyaruguru, Gisagara und Huye zeigt CARE der Bevölkerung die umweltverträgliche Nutzung von Energieressourcen: Gemeinsam mit der Bevölkerung versorgt CARE 24.000 bedürftige Haushalte mit energieeffizienten Öfen. Gleichzeitig werden energiesparende Kochtechniken vermittelt. Damit erreicht das Projekt über 120.000 Menschen.
100 HerstellerInnen von Holzkohle erlernen verbesserte Holzverkohlungstechniken: Die Verkohlungstechnik spart Holz ein, ist weniger umweltschädlich und gesünder. Die Luftverschmutzung innerhalb der Hütten ist nämlich so hoch, dass etwa 8.000 Menschen in Ruanda jährlich daran sterben. Wie viele RuandesInnen durch die bisherigen Kochmethoden schwere gesundheitliche Schäden davontragen, kann kaum geschätzt werden.
Kleinunternehmen werden gegründet
CARE schult die HolzkohleherstellerInnen sowie rund 1.000 Frauen und 100 Waisenkinder in der Gründung von Kleinunternehmen: Auch Unterlagen für Buchhaltung und Verkaufstrategien werden zur Verfügung gestellt. CARE gründet außerdem Umweltschutz-Workshops: Das angeeignete Wissen wird an andere Vereinsmitglieder, NachbarInnen, FreundInnen und Bekannte weitergegeben. Bildungsmaterial zum Thema Umweltschutz, das von ruandischen Behörden speziell für AnalphabetInnen ausgearbeitet wurde, wird erklärt und verteilt.