Die Narben des Bürgerkriegs sind tief
Seit Beginn des Bürgerkrieges in Burundi 1993 flohen rund 800.000 Menschen nach Tansania, weitere 700.000 wurden innerhalb von Burundi vertrieben. Unterernährung und psychische Traumata sind die Folgen. Gesellschaft und Infrastruktur sind weitgehend zerstört. Zwar ist der Bürgerkrieg in Burundi offiziell zu Ende, doch sind Gewalt und Menschenrechtsverletzungen nach wie vor tägliche Begleiter - vor allem für Frauen.
Frauen sind vielfach benachteiligt
Die Frauen in den Regionen Gitega, Bujumbura Rurale und Bubanza sind besonders stark vom Konflikt betroffen. In Gitega leben überdurchschnittlich viele zurückgekehrte Flüchtlinge. In den Regionen Bujumbure Rurale und Bubanza fanden seit der Unterzeichnung des Friedensvertrags die meisten Menschenrechtsverletzungen statt: Mehr als 90% gaben an, eine Frau zu kennen, die vergewaltigt wurde, oder selbst vergewaltigt worden zu sein.
CARE betreut Frauen psychologisch
Vergewaltigte Frauen sind nicht nur traumatisiert, sondern werden dafür auch noch verstoßen, weil sie die „Ehre“ der Familie verletzt oder sich mit HIV infiziert haben oder schwanger wurden. CARE richtet deswegen Anlaufstellen zur psychologischen Betreuung auf Gemeindeebene ein. Auch Männer werden für die dortige Arbeit geschult: Sie sollen dadurch stärker für die Anliegen der Frauen sensibilisiert werden.
Frauenvereinigungen: Klären über Frauenrechte auf
Theaterinszenierungen schaffen Bewusstsein für die Rolle und Rechte der Frauen und hinterfragen die Geschlechterrollen kritisch. Auf nationaler Ebene arbeitet CARE eng mit dem Ministerium für Nationale Solidarität zusammen, um die Umsetzung der „Nationale Gender Policy“ voranzutreiben. Zusätzlich initiiert CARE rund 160 Spar- und Kreditvereine, um die finanzielle Unabhängigkeit der Frauen zu stärken. In Schulungen hilft CARE Frauen beim Aufbau von Erwerbsmöglichkeiten. Insgesamt unterstützt CARE über 3.200 Frauen und ihren Familien in den Regionen Gitega, Bujumbura Rurale und Bubanza.