CARE stärkt Frauen in Burundiund hilft ihnen, ihre Rechte auszuüben und politische und kulturelle Hürden zu überwinden. Gemeinsam werden Frauennetzwerke gegründet, die Bewusstsein für und psychologische Hilfe nach sexuellen Übergriffen schaffen. Auf Gemeindeebene werden Männer über Rechte von Frauen aufgeklärt. CARE stärkt die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen durch Sparvereine und erreicht durch Diskussionen und Theateraufführungen die Öffentlichkeit. Auch anwaltschaftliche Aktivitäten finden statt: CARE fördert den Austausch zwischen Frauennetzwerken und arbeitet eng mit dem Ministerium für Nationale Solidarität zusammen. Bestehende Gesetze müssen in Bezug auf den Schutz von Frauen dringend erneuert und umgesetzt werden. [mehr]
NTURENGANYWE - Verteidige Deine Rechte
Obwohl Frauen und Männer vor dem Gesetz gleich sind, stehen Frauen in Burundi aus traditionellen Gründen weniger Rechte und Freiheiten zu. Besonders folgenreich ist die Verweigerung des Eigentumsrechts, v.a. des Rechts auf Grundbesitz, aber auch des Erbschaftsrechts. Um die Geschlechtergleichstellung und Gendergerechtigkeit umzusetzen, klärt CARE Frauen über die eigenen Rechte auf, stärkt ihre Kapazitäten, damit sie dieselben vor lokalen Autoritäten und politischen Entscheidungsträgern einfordern können. Frauensolidaritätsgruppen und Frauenrechtsvereine werden gestärkt und besser vernetzt. Zusätzlich werden Sensibilisierungsmaßnahmen von Entscheidungsträgern und lokalen Autoritäten durchgeführt, denn die Überwindung ungleicher Machtstrukturen innerhalb der Gemeinden kommt der gesamten Gesellschaft zugute.
Projektfinanzierung
Nahrungsmittelsicherheit für Burundi, Malawi und Sambia
Das länderübergreifende Projekt in Burundi, Malawi und Sambia verbessert die Nahrungsmittel-Versorgung von 12 Millionen Menschen! Zivilgesellschaftliche Organisationen, die für die Verfügbarkeit und Verteilung von Nahrungsmitteln zuständig sind, werden nachhaltig unterstützt, nationale Netzwerke von Kleinbauern gestärkt. In Burundi sorgen Partnerorganisationen für konsumentenfreundliche und faire Bedingungen beim Erwerb von Nahrung und setzen sich für die Rechte der Kleinbauern und -bäuerinnen ein. In Malawi wird ein landwirtschaftliches Netzwerk zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung gefördert, in Sambia eine Kleinbauern-Vereinigung u.a. in den Bereichen Klimawandel-Anpassung, Bildung und anwaltschaftliche Tätigkeiten unterstützt.
CARE wurde erstmals 1994 nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Burundi aktiv. Die Versorgung der Flüchtlinge mit lebensnotwendigen Gütern und ihre Betreuung waren die Schwerpunkte der Arbeit von CARE. Nach dem Ausbruch des Krieges im benachbarten Ruanda kam ein Flüchtlings-Strom nach Burundi. CARE dehnte seine Aktivitäten aus.
Seit 1994 wurden mehr als 200.000 Flüchtlinge von CARE betreut. Der Arbeits-Schwerpunkt verlagert sich zunehmend zu Capacity Building Projekten mit lokalen NGOs.