81 % der Menschen in Äthiopien leben von weniger als 2 Dollar pro Tag. Weite Teile der Bevölkerung sind chronischem Nahrungsmangel ausgesetzt. CARE kämpft gemeinsam mit den äthiopischen Frauen gegen den Hunger. Spar- und Kreditvereine, existenzsichernde Maßnahmen wie die Haltung von Ziegen und Schafen, die Ausbildung von ImkerInnen und der Aufbau von Getreidebanken werden nachhaltig der Bevölkerung helfen, sich gegen schwankende Nahrungsmittelpreise zu schützen. CARE hilft 30.000 Menschen, davon 70 % Frauen, in 9 Bezirken (Woredas) der Regionen Oromia und SNNPR. Insgesamt profitieren 150.000 Menschen von diesem Projekt.
Projektfinanzierung:
Aufklärungsprojekt gegen Frauen-Beschneidung
Seit 1996 arbeitet CARE bereits in der Region Afar. Neben existenzsichernden und anwaltschaftlichen Tätigkeiten liegt der Schwerpunkt des Projekts auf der Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung. Schätzungen gehen davon aus, dass täglich etwa 6.000 Mädchen und Frauen weltweit aus Tradition verstümmelt werden. CARE setzt gerade in Projekten in Äthiopien auf Aufklärung – von Frauen, aber auch von Männern. CARE arbeitet durch Schulungen, mobile Krankenpflegerinnen und Hebammen daran, Bewusstsein auch bei bei allen Bevölkerungsteilen zu schaffen, um die Lebenssituation von Frauen langfristig zu verbessern. Insgesamt profitieren rund 269.000 Mädchen, Frauen und Männer von dem CARE-Projekt.
Das Länderbüro von CARE Äthiopien wurde 1984 gegründet, in dem Jahr als das Land von einer großen Dürre und Hungersnot betroffen war. Nahrungsmittelhilfe stellt nach wie vor ein Element der Aktivitäten von CARE dar, der Fokus liegt derzeit auf Entwicklungs- und Rehabilitationsprojekten.
Neben der Katastrophenhilfe engagiert sich CARE in Projekten zum Ausbau von landwirtschaftlichen Flächen, Einkommenssicherung, Food-For-Work, Familienplanung sowie HIV/AIDS Aufklärungsprogrammen.