Das schwere Erdbeben forderte über 220.000 Todesopfer, drei Millionen Menschen sind betroffen, 1,2 Millionen wurden obdachlos. Die Überlebenden sind mit Trinkwasser und Nahrung versorgt. Bevor nun die Regenzeit einsetzt, geht es darum, möglichst rasch Notquartiere zu errichten, die dem Wetter standhalten. „Viele Menschen verbringen den Tag in den Ruinen ihrer früheren Häuser. Schlafen legen sie sich aber einfach unter Plastikplanen vor ihren zerstörten Häusern oder in den Notlagern“, berichtet Wagner-Hager. „Die Unterkünfte müssen unbedingt verstärkt werden, um für die Regenzeit ausreichend gerüstet zu sein. Eine grundlegende Hygieneversorgung ist ein weiterer wichtiger Aspekt.“
„Unvorstellbar sind vor allem die Bedingungen für Mütter mit neugeborenen Babies“, sagt Wagner-Hager. „Viele mussten ihre Kinder zwischen Trümmern und ohne medizinische Hilfe zur Welt bringen.“ CARE versorgt vor allem schwangere und stillende Frauen mit Mütter- und Baby-Kits, um zumindest eine Basisversorgung zu gewährleisten. „Vor allem diesen Kindern müssen wir nun eine Zukunft geben. Spätestens wenn sie zur Schule kommen, sollte das in einem ‚neuen Haiti‘ der Fall sein.“ Neben der Notversorgung gehe es jetzt gerade auch darum, den Menschen wieder eine längerfristige Perspektive zu geben.
Andrea Wagner-Hager besuchte die CARE-Projekte in Haiti in der vergangenen Woche: Sie steht gerne für Interviews zur Verfügung.
Erfahrungsbericht aus dem Bebengebiet:
Die Beben-Babys von Haiti
Als das verheerende Erdbeben am 12. Jänner Haiti erschütterte, war Georgina M. im 9. Monat schwanger. Sie verlor alles. Ihr Mann wurde unter den Trümmern des Hauses in Carrefour begraben. Georgina blieb nur ihr Baby: Am 2. Februar erblickte ihre kleine Tochter das Licht der Welt - unter denkbar unvorstellbaren Bedingungen, unter einer Plastikplane zwischen Trümmern. Nur eine Nachbarin stand Georgina zur Seite.
Von CARE erhielt Georgina ein Mütter-Kit. So hatte sie wenigstens eine Decke, erste Babykleidung und Windeln zur Verfügung. „Schlimmer kann es nicht kommen, wenigstens ist mir mein Kind geblieben“, blickt die junge Frau heute schon wieder mit einem ersten Lächeln auf den Lippen in die Zukunft.
„Ich war zutiefst beeindruckt von den Frauen wie Georgina, die ich in Haiti getroffen habe“ berichtet die Geschäftsführerin von CARE Österreich, Andrea Wagner-Hager, nach ihrem Besuch im Katastrophengebiet. „Mit unglaublicher Kraft meistern sie eine für uns alle undenkbare Situation. Ihnen eine Zukunft zu geben, gemeinsam mit ihnen ein ‚neues Haiti‘ aufzubauen, ist eine Verpflichtung für uns alle.“ Das meint auch Georgina: „Wenn mein Kind in die Schule kommt, soll mein Land ein neues sein.“
CARE-Spendenkonto: PSK 1.236.000 (BLZ 60.000) – Kennwort „Haiti“
www.care.at/spenden
Nachbar-in-Not-Spendenkonto: 90.150.300, BLZ: 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti
Für weitere Informationen, Interviews und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at
CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat allgemeinen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit etwa 30 Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.
Ihre Spende an CARE Österreich ist von der Steuer absetzbar!