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Welt-Alphabetisierungstag – 8. September: Krieg und Flucht verhindern Ausbildung von Mädchen

CARE: Keine Entwicklung ohne Ausbildung von Frauen und Mädchen

Wien, 4. Sep. 2009 – „Konflikte hinterlassen bei Kindern gravierende Spuren – auch in Bezug auf ihre Ausbildung“, erklärt Ulrike Schelander, die Geschäftsführerin von CARE Österreich anlässlich des Welt-Alphabetisierungstages. „Gerade Mädchen haben dann keine Chance mehr die Schule zu besuchen. Damit wird ihnen ein Hindernis für ihre persönliche Entwicklung, aber auch für jene der gesamten Gesellschaft in den Weg gelegt. Denn eine gute Ausbildung für Mädchen und Frauen bildet das Fundament für eine positive Veränderung in den ärmsten Regionen der Welt.“ CARE setzt sich daher vehement für eine Chancengleichheit im Bildungsbereich weltweit ein. „Im Rahmen der Millenniums-Entwicklungsziele haben sich die Staaten verpflichtet, den Zugang zur Schulbildung zu verbessern. Eine Wirtschaftskrise darf nicht als Ausrede dafür herhalten, die Zukunft von Generationen zu verbauen.“

Menschen, die in Flüchtlingslagern gelandet sind, kämpfen oft ums Überleben. Die Schule rückt damit in den Hintergrund. Es fehlt vielfach nicht nur an Bildungseinrichtungen, oft ist es auch zu gefährlich zur Schule zu gehen. Vor allem Mädchen beenden oft nicht einmal ihre Grundschulausbildung. Schätzungen gehen davon aus, dass von den etwa 75 Millionen Kindern, die keine Schule besuchen, 60 Prozent Mädchen sind.

„Damit sind nicht nur diese Mädchen, sondern auch folgende Generationen in der Armutsfalle gefangen“, betont Schelander. Frauen, die selbst in die Schule gegangen sind, bekommen später Kinder und legen auch mehr Wert auf deren Ausbildung. Entscheidend ist aber nicht nur Grundschulabschluss. Vor allem eine weiterführende Qualifikation von Mädchen und Frauen trägt zur positiven Entwicklung bei.

Bildung ist deshalb auch in einem Programm zur Frauenförderung von CARE in Nepal, das von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt wird, ein wichtiger Bestandteil: Der Süden des Landes hatte lange Jahre unter dem Bürgerkrieg gelitten. Die Armut ist in diesen Landesteilen besonders gravierend. „Frauen haben nicht nur das Recht auf Bildung, Bildung verschafft ihnen erst die Möglichkeit, zu ihren Rechten zu kommen“, erläutert Schelander. „Wenn sie zu ihrem Recht kommen, dann ist das ein wesentlicher Schritt in ein würdevolles Leben.“

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat allgemeinen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit etwa 30 Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.

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