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Haiti: CARE besorgt um schwangere und stillende Frauen

Wasserreinigungstabletten an 12.000 Menschen verteilt - Augenzeugenbericht

Port-au-Prince/Wien, 17. Jän. 2010 – Schwangere Frauen, stillende Mütter und kleine Kinder sind jetzt besonders gefährdet”, erklärt Sophie Perez, die Leiterin des CARE-Büros in Haiti. “Etwa 37.000 schwangere Frauen sind unter den Betroffenen des Erdbebens, und sie brauchen dringend sauberes Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung.” Die Hälfte der Bevölkerung Haitis sei unter 18 Jahren. Das Land habe zudem die höchste Sterberate von Müttern, 670 von 100.000 Müttern würden bei der Geburt sterben.

“Viele schwangere Frauen sind obdachlos”, berichtet Perez. “Einige müssen ihre Kinder mitten auf der Straße gebären. Die Krankenhäuser sind voll. Doch Frauen und ihre Neugeborenen können sterben, wenn sie keine medizinische Versorgung erhalten.”

CARE arbeitet zusammen mit der UN-Organisation UNIFEM in Haiti, um schwangere und stillende Frauen zu versorgen. Dabei verteilt CARE Wasserreinigungsmittel, Lebensmittelrationen, Hygiene-Artikel und so genannte Mütterkits mit Windeln, Seife, Kleidung und Babypuder. Bereits gestern verteilte CARE Wasserreinigungstabletten an 12.000 Menschen. Die Verteilung der Hilfsgüter ist allerdings weiterhin nur unter schwierigsten Bedingungen möglich.

Dazu ein Augenzeugenbericht von Rick Perera, CARE-Mitarbeiter in Haiti:

Samstag, 16. Jänner 2010
„Ich war gestern in einem Konvoi aus drei CARE-Fahrzeugen unterwegs, die alle unsere Wasserreinigungsmittel geladen hatten. Diese sind am Freitag am Flughafen angekommen und wir haben sie zu drei Verteilungszentren in Port-au-Prince gebracht. Um uns vor Plünderungen einigermaßen zu schützen, sind wir in großen Geländewagen gefahren und haben die Boxen mit den Reinigungsmitteln so tief gestapelt, so dass man sie von der Straße aus nicht sah.

Viele der Wasserrohre sind zerstört und ich sehe Menschen, die ihre Kleidung in den Rinnsteinen waschen. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Menschen in ihrer Verzweiflung und ihrem unsäglichen Durst, auch dieses Wasser trinken.

Wir haben ausreichend Wasserreinigungsmittel mit uns, um insgesamt 75.000 Menschen versorgen. Dieses Mittel reicht aus für drei Liter sauberes Wasser pro Tag, für die nächsten zehn Tage. Eigentlich ist das Mittel eine Art Puder, und es ist in kleinen Tüten, wie Ketchup beim Imbiss, verpackt. Dieses Puder müssen die Menschen nun in einen Eimer voller Wasser schütten, es fünf Minuten umrühren und dann durch einem Filter abgießen, um die groben Reste zu entfernen. Dafür kann man aber auch ein Kleidungsstück verwenden.

Wir haben diese Wasserreinigungsmittel bei drei Krankenhäusern verteilt und es hat etwa drei Stunden gedauert. Andere Hilfsorganisationen haben dort auch ihre Notrationen verteilt. Zum Glück war es friedlich, die internationalen Truppen der UN haben die Standort gesichert.“

CARE-Spendenkonto:
PSK 1.236.000 (BLZ 60.000) – Kennwort „Haiti“
www.care.at/spenden

Nachbar-in-Not-Spendenkonto:
PSK 90.150.300 (BLZ: 60.000) - Kennwort: Erdbeben Haiti

Für weitere Informationen, Interviews und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

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