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CARE zum internationalen Tag gegen FGM, 6. Feb.
CARE: Tradition nie Entschuldigung für Genitalverstümmelung - auch jahrtausendealte Riten können überwunden werden
raditionen aufzubrechen sei allerdings ein langfristiges Unterfangen, das auch nur gemeinsam mit den Menschen möglich sei. CARE arbeitet in Äthiopien seit mehreren Jahren mit dem Volk der Afar. 95 Prozent der Frauen dieses Nomadenvolkes sind beschnitten. Nur so war es bisher möglich, einen Ehemann zu finden und damit versorgt zu sein. Im Rahmen eines Gesundheitsprojekts gelang es CARE über die negativen Folgen der Genitalverstümmelung aufzuklären.
„Wir arbeiten mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Region und wir arbeiten nicht nur mit den Frauen, sondern auch mit den Männern“, erklärt Wagner-Hager. Mit Hilfe eines Videofilms wurde das Schweigen gebrochen: Dorfälteste der Afar wurden über die Genitalverstümmelung informiert. Die Stammesführer sprachen sich daraufhin klar dagegen aus. „Aufklärung ist ein erster und wesentlicher Schritt“, betont Wagner-Hager.
CARE arbeitet auch mit Hebammen zusammen, die bei den Afar für die Genitalverstümmelungen verantwortlich sind. Sie werden informiert und davon überzeugt, dass FGM gerade auch bei Geburten zu schwerwiegende Komplikationen führen kann. „Hebammen werden damit zu wichtigen ‚change agents‘, die heute die Mädchen davor bewahren, beschnitten zu werden“, ergänzt Wagner-Hager.
Für weitere Informationen, Interviews und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715 E-Mail: angelika.raedler(at)care.at
CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat allgemeinen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit etwa 30 Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.
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