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CARE zum internationalen Frauentag: Frauen stärken heißt Armut bekämpfen

Wenn Frauen nicht massiv gefördert werden, sind Millenniumsziele nicht zu erreichen

Wien, 28. Feb. 2008 – „Frauen zu fördern ist der Schlüssel, um der Armut weltweit einen Riegel vorzuschieben“, erklärt Ulrike Schelander, Geschäftsführerin von CARE Österreich, im Vorfeld des internationalen Frauentages. „Umgekehrt bedeutet das: Wenn nicht massiv in die Entwicklung von Frauen investiert wird, sind auch die Millenniumsziele, deren Umsetzung sich die internationale Staatengemeinschaft bis 2015 zum Ziel gesetzt hat, nicht zu erreichen.“ Noch immer sind 70 Prozent der 1,2 Millionen Menschen, die von weniger als einem Dollar am Tag leben, Frauen und sie stellen auch noch immer zwei Drittel jener, die nicht lesen und schreiben können.

„Dabei tragen gerade die Frauen meist eine große soziale Verantwortung“, erläutert Schelander. „Sie kümmern sich um die Familie, die Ausbildung der Kinder, um die alten Menschen.“ Bei den Frauen anzusetzen ist deshalb ein zentraler Ansatzpunkt in der Entwicklungszusammenarbeit. „Sie zu fördern, bringt den größten Erfolg für die gesamte Gesellschaft“, weiß Schelander. Die Erfahrung zeigt, dass gut ausgebildete Frauen weniger, aber gesündere Kinder haben. Und je länger die Mädchen die Schule besucht haben, desto höher ist später das Einkommen der ganzen Familie.

„Frauen zu stärken ist deshalb der entscheidende Ansatzpunkt bei der Bekämpfung der Armut“, stellt Schelander fest. Wichtig ist das gerade auch nach Konflikten: CARE unterstützt beispielsweise Frauen in Uganda und Burundi, die im Bürgerkrieg massiv von Gewalt betroffen waren, mit psychosozialer Hilfe. Außerdem bieten Mikrofinanzgruppen eine gute „Starthilfe“. „Die Frauen kommen in diesen ‚Sparvereinen’ zusammen, können sich über ihre Erfahrungen austauschen und sparen daneben ein kleines Guthaben an, das den Weg für sie in eine Zukunft als Kleinunternehmerinnen öffnet. Finanziert über die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit finden diese Frauen damit nach traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit wieder eine neue Lebensperspektive.

„147 Staaten haben sich im Rahmen der UN-Millenniums-Erklärung zum Ziel gesetzt, die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, zu halbieren“, erklärt Schelander. „Der Weg dazu kann nur über die Förderung von Frauen gehen.“ Dazu müssten die Industrienationen endlich ihre Zusage erfüllen, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen und sich dabei klar zur Stärkung von Frauen zu bekennen. 

Bilder zum Download dazu auf Presse-Fotoarchiv


Für weitere Informationen, Bildmaterial oder Interviews in Österreich wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus I bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit über 30 Projekte in Afrika, Südamerika, Asien und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.



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