CARE Patenschaften
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CARE-Vertreter aus Ruanda und Mosambik zu Gast in Brüssel

Kommissions-Präsident Barroso empfängt Waisenkinder und CARE-Mitarbeiter

Wien/Brüssel, 24. Mai 2007 – Mit einem Treffen von Projektmitarbeitern und –beteiligten mit Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso rückt die EU ihre Entwicklungszusammenarbeit in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Zwei der 10 ausgewählten, internationalen Projekte, die in Brüssel präsentiert werden, wickelt CARE Österreich ab: Vertreter des CARE-Waisenkinder-Projekts in Ruanda und des CARE-AIDS-Aufklärungsprojekts in Mosambik sind nach Brüssel geladen. „Das ist eine wunderbare Gelegenheit für die Waisenkinder aus meinem Land, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen“, meint Elie Nduwayesu, Projektleiter bei CARE Ruanda. „Es ist eine hohe Auszeichnung für uns und gleichzeitig ist es eine einzigartige Möglichkeit, danke für die Unterstützung zu sagen.“

Seit mehr als drei Jahren baut CARE in Ruanda ein Programm auf, das Kindern, die ohne Familie aufwachsen, Rückhalt und Chancen für die Zukunft bietet: Nkundabana, was soviel wie „die. die Kinder lieben“ bedeutet, kümmern sich als Mentoren um die Waisen. Diese ehrenamtlichen Mentoren übernehmen nicht nur eine Elternfunktion, sondern fungieren auch als Bindeglied mit der Gemeinschaft. Finanziert wird das Projekt von der EU, aber auch von CARE Österreich und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. 

„In Ruanda leben etwa 400.000 Waisenkinder“, erklärt Nduwayesu. Oft sind es dann die älteren Geschwister, die die Jüngeren versorgen müssen. Die Nkundabana sind für sie Ansprechpartner und Ratgeber. Sie helfen ihnen auch, ihre Rechte – etwa auf ihr Land - geltend zu machen. Darüber hinaus bringt CARE die Kinder zurück in die Schule oder in die Berufsausbildung, um ihnen eine bessere Perspektive für die Zukunft zu ermöglichen. „Es ist wirklich schön, dass unser Projekt als eines von zehn ausgewählt wurde, in Brüssel von der EU präsentiert zu werden. Auch für die Kinder hier ist das eine hohe Auszeichnung“, freut sich Nduwayesu.

Eine Ursache für die zunehmende Zahl an Waisenkindern in Afrika ist die Ausbreitung von AIDS. CARE ist deshalb auch im Bereich der Aufklärung über HIV und AIDS aktiv. Vertreter eines Projekts in Mosambik, das ebenfalls aus Mitteln der EU und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit finanziert wird, sind ebenfalls nach Brüssel geladen: Jugendliche sind dabei eine der wesentlichen Zielgruppen. CARE bildet junge Leute aus, die dann wiederum andere junge Menschen über HIV und AIDS aufklären. Wichtiges Instrument dabei: Das Radio.

„Dass zwei Projekten, die über CARE Österreich abgewickelt werden, nun in Brüssel eine Plattform geboten wird, um auf die Bedürfnisse in den afrikanischen Ländern aufmerksam zu machen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, meint die Geschäftsführerin von CARE Österreich, Mag. Ulrike Schelander. AIDS und die vielfältigen Auswirkungen in den Ländern des südlichen Afrika seien eine der größten Herausforderungen für die Entwicklungszusammenarbeit, schließt Schelander an. Aus diesem Grund nimmt CARE auch an der weltweiten Aktionswoche gegen AIDS von 21. bis 25. Mai teil und appelliert an die EU, den universellen Zugang zu Prävention, Behandlung, Betreuung und Unterstützung bis 2010 zu verbessern.

Fotos in Druckqualität finden Sie im Pressefotoarchiv.

Für weitere Informationen, Bildmaterial oder Interviews wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus I bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit über 30 Projekte in Afrika, Südamerika, Asien und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.



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