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CARE Österreich zum Welternährungstag und zum Tag gegen Armut:

Finanzkrise verschärft Situation für hungernde Menschen - CARE: 17 Mio. Menschen allein am Horn von Afrika von Hungerkrise bedroht

Nairobi/Wien, 14. Okt. 2008 – 17 Millionen Menschen sind in Äthiopien, Somalia und Kenia von einer massiven Hungerkrise betroffen. „Dürre, Krieg und die enorm gestiegenen Nahrungsmittelpreise haben diese Länder in den vergangenen Wochen schon massiv getroffen. Durch die aktuelle Finanzkrise wird sich die Situation für die Ärmsten der Armen weiter verschärfen. Es ist zu befürchten, dass die Hilfe, die nun in die Finanzmärkte fließt, bei der Bekämpfung von Hunger und Armut fehlen wird“, erklärt Ulrike Schelander, die Geschäftsführerin von CARE Österreich.

In Äthiopien sind derzeit 6,4 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Somalia ist mit der schlimmsten Hungerkrise seit den frühen 90er Jahren konfrontiert, die Hälfte der Bevölkerung leidet Hunger. „Insgesamt sind in der Region 17 Millionen Menschen akut betroffen“, berichtet Schelander. „Durch die Finanzkrise sind sie aber auf der Prioritäten-Liste der Geldgeber nun weit nach unten gerutscht.“

CARE warnte schon vor kurzem davor, dass sich seit 2006 die Zahl der Menschen, die am Rande einer Hungerkatastrophe leben, auf 220 Millionen verdoppelt hat. CARE fordert, dass mehr Augenmerk auf Präventionsmaßnahmen und auf langfristige Nahrungsmittelprogramme gelegt wird. 

„Wir brauchen eine Road Map, um dem Hunger effizient begegnen zu können“, verlangt Schelander. „Aktuelle Berichte zeigen, dass wir von der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele, die eine Reduktion von Hunger und Armut bis 2015 um die Hälfte vorsehen, Lichtjahre entfernt sind.“ Durch die Entwicklungen der vergangenen Monate habe sich die Zahl der von Armut betroffenen Menschen sogar um 100 Millionen erhöht, erklärt CARE. „Die Staaten müssen deshalb ihre Hilfszusagen unbedingt einhalten. Die Menschen am Horn von Afrika brauchen diese Hilfe sofort.“

Den Bericht „Living on the Edge – Paying the price of inaction“ – „Leben am Abgrund“ finden Sie zum Download auf

Living on the Edge - Paying the price of inaction, pdf  0,3 MB
Leben am Abgrund 2008, pdf  0,7 MB


Für weitere Informationen, Bildmaterial oder Interviews wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus I bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit über 30 Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.



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