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CARE: Klimawandel verschärft Hungerkrisen

20 Mio. Menschen allein in Somalia, Äthiopien, Kenia betroffen

Wien, 14. Okt. 2009 – „Eine Milliarde Menschen hungert, alle 6 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. Wir sind vom angestrebten Millenniumsziel, den Hunger auf der Welt zu halbieren, weiter entfernt als je zuvor“, sagt Ulrike Schelander, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Der Klimawandel verschärft die Situation für Millionen von Menschen in den Entwicklungsländern“, ergänzt sie. Allein in Somalia, Äthiopien und Kenia sind derzeit 20 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

„Früher blieb der Regen alle vier, fünf Jahre aus, berichten die Bauern in den betroffenen Gebieten. Das war schlimm genug. Heute aber kommen die Dürren schon jedes Jahr“, schildert Schelander. „Das Vieh stirbt, die Ernten fallen aus und sie haben keine Möglichkeit mehr, sich in guten Jahren von den Katastrophen zu erholen. Die Menschen verlieren damit jede Lebensgrundlage.“

Die Ernteerträge der Bauern in Ostafrika sind in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen. „Prognosen gehen davon aus, dass die landwirtschaftlichen Erträge bis 2020 halbiert werden“, erläutert Schelander. „Wir müssen den Menschen deshalb nicht nur akut mit Nahrungsmitteln helfen, sondern langfristig vor allem Programme aufbauen, damit sie trotz der veränderten Umweltbedingungen überleben können. Ansonsten dreht sich die Spirale immer weiter nach unten.“

CARE versorgt derzeit 1,3 Millionen Menschen in Somalia, Äthiopien und Kenia mit Nahrungsmitteln, Saatgut und Wasser. In langfristigen Programmen werden neue Wege eingeschlagen, sich eine Existenz aufzubauen. „Katastrophenvorsorge geht dabei Hand in Hand mit langfristiger Entwicklung“, erklärt Schelander. Frühwarnsysteme werden aufgebaut, damit die betroffenen Menschen rechtzeitig Vorräte anlegen können. Viehhirten können Wasserquellen dann besser aufteilen oder Vieh vor der Krise verkaufen und mit dem Erlös Lebensmittel erwerben. Langfristig lernen die Bauern in den Regionen, die oft von Dürren betroffen sind, auf neue Produkte umzusteigen, die besser an die neuen Klimabedingungen angepasst sind.

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

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