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CARE: Frauen als Flüchtlinge besonders bedroht
Gefahr von Übergriffen ist sehr hoch – schon Holzsammeln wird zur Bedrohung
Als Beispiel führt CARE die Flüchtlingslager im Osten des Tschad an: Seit 2003 haben über 250.000 Sudanesen aufgrund des Konflikts in Darfur hier Schutz gesucht. Zwei Drittel der Flüchtlinge sind unter 17 Jahre alt und die Mehrzahl davon sind Mädchen. Feuerholz fürs Kochen zu sammeln ist in dieser Region traditionell Aufgabe der Frauen. Da kaum mehr Holz vorhanden ist, sind sie mittlerweile gezwungen, bis zu 25 Kilometer von den Camps entfernt danach zu suchen. „Damit sind die Mädchen und Frauen einem noch höheren Risiko ausgesetzt, Opfer von Gewalt zu werden“, weiß Schelander. CARE unterstützt die Flüchtlingsfrauen deshalb mit Öfen, für die weniger oder gar kein Holz zum Kochen mehr erforderlich ist. Einerseits werden Trainings angeboten, bei denen der Bau von traditionellen, aber effizienteren „Banco-Öfen“ erlernt werden kann. Andererseits stellt CARE Solarkocher zur Verfügung. „Während ich früher bis zu sechs Mal im Monat Holz sammeln musste, reicht es mit dem neuen „Banco-Ofen“, wenn ich mich zweimal im Monat auf den Weg mache“, erklärt eine Frau aus Ambilien, einem Dorf im Ost-Tschad. CARE unterstützt die Flüchtlingsfrauen im Tschad aber auch mit Ausbildungsprogrammen: Von der Herstellung von Seifen und Teppichen bis hin zum Backen können die Frauen Berufe erlernen und mit ihrem Handwerk zum Familieneinkommen beitragen. „Flüchtling zu sein, darf nicht heißen, völlig hilflos und abhängig von anderen zu sein“, meint Schelander. „Diese Frauen schöpfen wieder Hoffnung und haben eine Perspektive – auch wenn eine Rückkehr in die Heimat noch lange nicht absehbar ist.“ Für weitere Informationen, Bildmaterial oder Interviews wenden Sie sich bitte an: Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715 E-Mail: angelika.raedler(at)care.at CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus I bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit über 30 Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.
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