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CARE: Durch Budgetkürzungen leiden die Ärmsten doppelt

CARE-Geschäftsführerin Wagner-Hager: Entwicklungsgelder unantastbar

Wien, 10. März 2010 – „Österreich kann es sich nicht leisten, die Ärmsten der Armen im Stich zu lassen“, erklärt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Gerade die Menschen in Entwicklungsländern haben unter der Wirtschaftskrise massiv gelitten. Wenn nun auch noch die Gelder in den ‚reichen Ländern‘ wie Österreich gekürzt werden, leiden sie doppelt.“

Durch gestiegene Nahrungsmittelpreise und die Wirtschaftskrise mussten nach Angaben der UNO in den letzten Jahren weltweit weitere 100 Millionen Menschen mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die Zahl der Menschen, die Hunger leiden, hat die Milliardengrenze überschritten. „Österreich hat als ‚reiches Land‘ die moralische Verpflichtung seine Zusagen zur Entwicklungszusammenarbeit einzuhalten. Die Gelder müssen unantastbar bleiben, eigentlich müssten sie sogar aufgestockt werden“, ergänzt Wagner-Hager.

„Gerade auch vor dem Hintergrund der Erdbebenkatastrophe in Haiti und der vielen aktuellen, „vergessenen“ Krisen an Kürzungen auch nur zu denken, ist geradezu zynisch“, so Wagner-Hager weiter. „Österreich rangiert ohnehin immer am unteren Ende der Liste der Industrienationen, wenn es um Zahlungen für Entwicklung und Humanitäre Hilfe geht.“ Vom europäischen Ziel, 0,51 Prozent des BNE für Entwicklung aufzubringen, seien wir meilenweit entfernt. „Die Regierung hatte gerade einmal  0,30 Prozent erreicht. Selbst das scheint nun nicht mehr realistisch zu sein.“

„Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger“, mahnt Wagner-Hager. „Österreich kann und soll sich nicht vor der Verantwortung drücken, wir müssen unseren Beitrag leisten.“

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E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

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