„Das Ausmaß der Schäden des außergewöhnlich starken Monsunregens ist noch nicht abschätzbar. Dutzende von Brücken, Hunderte von Straßen und Tausende von Häusern wurden zerstört, was den Zugang zu den Betroffenen äußerst schwierig gestaltet. CARE koordiniert daher eng mit der Regierung und lokalen und internationalen Organisationen um Betroffene mit Lebensmitteln, Notunterkünften und sauberem Trinkwasser zu versorgen“, erklärt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.
CARE arbeitet mit Partnern, die bereits in Swat, Charsaddah, Peshawar, Rajanpur, Dera Ghazi Khan und in den am stärksten betroffenen Bezirken von Belutschistan eine rasche Beurteilung der Situation in diesen Regionen abgeschlossen haben. In Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner leitet CARE acht mobile Kliniken im Swat-Tal, bestehend aus einem Team von vier Ärzten und zwei Krankenschwestern. Zusätzlich werden vier Gesundheitsstationen in Behrain, Tirat, Mayedmn und Chail betrieben, wo CARE bereits für primäre Gesundheitsversorgung sorgt.
Die mobilen Kliniken und Gesundheitsstationen werden noch zumindest die nächsten vier Monate betrieben. CARE verteilt auch Zelte, Planen, Moskitonetze, Bodenmatten aus Kunststoff, Hygieneartikel und Küchensets in den Bezirken Swat, Charsaddah und Nowshera von Khyber Pakhtunkhwa (KPK). Erste Auslieferungen werden voraussichtlich 5.200 Betroffene erreichen.
"Die Verwüstung betrifft einen Grossteil der KPK Provinz, wir haben Informationen über Tote und durch die Überschwemmungen zerstörte Häuser und Infrastruktur aus der ganzen Provinz", so Waleed Rauf, CARE-Landesdirektor in Pakistan. "Tausende von Überlebenden brauchen sofortigen Schutz und Zelte und grundlegende medizinische Versorgung, da die Gefahr eines Ausbruchs von Krankheiten, die durch Wasser übertragen werden, in einigen betroffenen Gebieten groß ist. Daher konzentriert sich CARE derzeit auf die Bereitstellung dieser Güter." Die Fluten haben auch die Ernten zerstört und Nutztiere getötet und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung in den betroffenen Bezirken vernichtet.“
CARE hat einen ersten Plan für die Versorgung von rund 100.000 Menschen entwickelt, der sowohl kurzfristige Soforthilfe als auch langfristigen Wiederaufbau beinhaltet. In Khyber Pakhtunkhwa, wo die Armee Menschen aus ihren Dörfern evakuiert, sind einige Bereiche nur per Helikopter oder Boot erreichbar. "Wir arbeiten mit den Gesundheitsstationen hauptsächlich in Mayedmn, Behrain und Tirat und wir haben medizinisches Personal in die schwer zugänglichen Regionen entsandt“ sagte Rauf weiter.
CARE nahm die Arbeit in Pakistan im Juni 2005 nach 25 Jahren wieder auf. CARE legt besonderen Wert auf die Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern und den Ausbau der Kapazitäten lokaler Basisorganisationen in Pakistan, um Bildung zu ermöglichen und Lebensgrundlagen zu sichern sowie die Gesundheitssituation, vor allem jene von Müttern und ihren Kindern zu verbessern. CARE hat bereits auf frühere Katastrophen in Pakistan, darunter der Zyklon Yemyin im Jahr 2007 und das Erdbeben von 2005, reagiert.
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