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7. April – Weltgesundheitstag: Schwangerschaft und Geburt: für 500.000 Frauen ein „Todesurteil“

CARE fordert bessere Gesundheitsversorgung für Mütter

Wien, 3. April 2009 – „Schwangerschaft und Geburt sind für viele Frauen in den sogenannten Entwicklungsländern noch immer ein Todesurteil“, erklärt Ulrike Schelander, die Geschäftsführerin von CARE Österreich im Vorfeld des Weltgesundheitstages. „Jährlich sterben mehr als 500.000 eigentlich gesunde Frauen, weil es zu Komplikationen kommt, die vermeidbar wären.“ CARE fordert deshalb, verstärktes Augenmerk auf die Gesundheitsversorgung von Müttern zu legen.

Im Millennium Development Goal 5 hat sich die internationale Staatengemeinschaft dazu verpflichtet, die Müttersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um drei Viertel zu senken. 98 Prozent der Todesfälle aufgrund von Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt werden in den ärmsten Ländern der Welt verzeichnet. „Viele dieser Frauen und ihrer Kinder wären noch am Leben, wenn die Gesundheitsversorgung ausreichend wäre“, betont Schelander. „Frauen, die in Armut leben, brauchen mehr medizinische Beratung und Hilfe. Das ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.“

CARE Österreich verbessert die Gesundheitsversorgung für die Ärmsten der Armen im Rahmen eines Projektes in Nepal, das von der EU und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit finanziert ist: Mit mobilen gynäkologischen Klinken und Schulungen wird Müttern die Möglichkeit gegeben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Frauen werden in Nepal sehr früh verheiratet, bekommen deshalb noch als Teenager ihr erstes Kind und sind dann in viel zu kurzen Abständen wieder schwanger“, beschreibt Schelander die Problematik. An die 600.000 Frauen leiden deshalb in Nepal an Gebärmuttersenkung. Schwere Langzeitschäden und sehr oft auch der Tod sind die Folgen.

Durch Aufklärung, Vorsorge und medizinische Betreuung werden die Risken bei Schwangerschaft und Geburt deutlich reduziert.

Für weitere Informationen, Bildmaterial oder Interviews wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

CARE zählt zu den weltweit größten internationalen Hilfsorganisationen: 14.500 MitarbeiterInnen arbeiten in über 70 Projektländern an der Vision einer Welt ohne Armut. CARE blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat allgemeinen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Der Sitz der internationalen Hilfsorganisation ist Genf. CARE Österreich betreut derzeit etwa 30 Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und Südosteuropa und ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.



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