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30 Jahre Frauenrechtskonvention: Erste Schritte auf langem Weg

CARE stärkt Frauen in Nepal, damit sie ihre Rechte einfordern können

Wien, 16. Dez. 2009 – „Eine Generation von Frauen ist mit ihr erwachsen geworden, viele Generationen warten aber immer noch auf ihre Umsetzung“, zieht Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich Bilanz über 30 Jahre Frauenrechtskonvention (CEDAW). „60 Prozent der Menschen, die von weniger als einem Euro am Tag leben müssen, sind Frauen und jede 5. Frau muss in ihrem Leben Gewalt erfahren. Die Verabschiedung der Frauenrechtskonvention am 18.12.1979 war ein Meilenstein, aber der Weg zur Umsetzung ist noch ein langer.“

Frauen sind vielfach noch benachteiligt, gerade auch in den sogenannten Entwicklungsländern kann von gleichen Rechten oft noch nicht die Rede sein. „Dabei sind gerade Frauen und Mädchen der Schlüssel zu Armutsbekämpfung“, argumentiert Wagner-Hager. CARE unterstützt gemeinsam mit der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit beispielsweise in den ärmsten Regionen Nepals Frauen: Sie werden über ihre Rechte und Möglichkeiten zur Beeinflussung der politischen Rahmenbedingungen aufgeklärt. Männer werden in diese Aktivitäten eingebunden, um die Frauen an Entscheidungsprozessen in den Bereichen Friedensbildung, Landrechte und Lebensmittelversorgung teilhaben zu lassen. Außerdem arbeitet CARE in Nepal gemeinsam mit lokalen Frauenorganisationen an einem Schattenbericht zu jenem, den die Regierung bei der UNO zur Umsetzung der CEDAW abgeben muss. 

„Die Lücken zwischen Konvention und Realität sind groß. Aber mit jedem Tag werden sie ein weniger kleiner“, ergänzt Wagner-Hager. So haben sich die Frauen in den Projektgebieten in Nepal zusammengeschlossen, um für gerechte Löhne zu kämpfen. Und Frauen sind dort heute bereits selbstverständlicher Teil der Gemeinde-Forstverwaltung. „Noch vor kurzem haben es die Männer nicht erlaubt, dass die Frauen alleine aus dem Haus gehen. Jetzt treffen sie sich regelmäßig in ihren Klein-Kreditgruppen und tragen auch zum Familieneinkommen bei“, berichtet Wagner-Hager. „Das sind kleine, aber äußerst wichtige Schritte auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Leben.“

Für weitere Informationen, Interviews und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Mag. Angelika Rädler, 01/715 0 715-39 oder 0676/83 715 1 715
E-Mail: angelika.raedler(at)care.at

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