Die selbstständigen Unternehmerinnen
1987 hat Celeste Juliao ihren Job in einer Fischfabrik verloren. Zu dieser Zeit herrschte in Mosambik ein Bürgerkrieg, der bis 1992 dauerte und nach dessen Ende CARE ein Mikrofinanzierungsprojekt in verschiedenen Regionen etablierte. Celeste hat sich mit einem Startkapital von etwa 38 Euro einen Gemüsehandel aufgebaut. Im Jahr 2001 hat sie von CARE ihren ersten Gruppenkredit erhalten, zwei Jahre später einen eigenen Kredit über 500 Euro, den sie mittlerweile zur Hälfte abbezahlt hat. Celeste kauft und verkauft nun größere Mengen und hat die Vielfalt ihres Bestandes verdoppelt. Sie verdient mehr als einst in der Fischfabrik und jedes ihrer drei Kinder geht in die Schule.
Vom subventionierten Programm zur Bank
Das CARE-Projekt CRESCE begann als ein subventioniertes Mikrokredit-Programm in den Provinzen Manica und Sofala. Doch gab es keine Möglichkeit, Spareinlagen zu tätigen. Das couragierte Ziel, aus dem Projekt eine Bank entstehen zu lassen, wurde 2005 geschafft. Die Banco Oportunidade de Mozambique war geboren, eine Bank, deren KundInnen vor allem KleinunternehmerInnen mit Wachstumsambitionen sind. Die Gründung von BOM ist ein Meilenstein des erfolgreichen CARE-Projekts. Es hat zahlreichen Menschen nach dem Bürgerkrieg den Aufbau einer Existenz ermöglicht.
Sparen und Borgen
In Mosambik sind nun etwa 19.000 Menschen Teil von CARE-Projekten, die mit Hilfe von kleinen Spareinlagen Kleinkredite gewähren. Über 50% der KreditnehmerInnen sind Frauen. Xitique, so der Name der Sparprogramme, beruht auf gegenseitigem Vertrauen: Zwei oder mehr Personen stellen eine Summe zur Verfügung, die einer dritten Person aus der Gruppe geliehen wird, die Gruppe trifft sich regelmäßig und vereinbart - je nach örtlicher Gepflogenheit - die Höhe der Zinsen und den Rückzahlungsmodus. Xitique hilft vor allem Frauen, wirtschaftliche Genderbarrieren zu durchbrechen und Armut dauerhaft zu überwinden.










