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Ruanda: "Wir lernen um zu überleben"

Claudine und Christine verpacken Setzlinge

Schulunterricht im Garten

Der Schutz der natürlichen Ressourcen steht nun auch im Lehrplan.

Sarah Pillhofer spricht im Podcast über das CARE-Projekt.

Das Wissen um Saatgut, Anbaumethoden und Dünger ist für Schüler in Ruanda genauso wichtig wie Lesen und Schreiben zu lernen. Denn 90% der Ruander müssen von dem leben, was sie in ihren kleinen Hausgärten anbauen. Von CARE Österreich-Mitarbeiterin Christine Pendl

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Profitable Schulgärten
In der Nyantanga Primary School empfängt uns die Direktorin Véréne Mukahirwa und führt uns stolz in den neu angelegten Schulgarten. CARE finanziert hier den Anbau von Tomaten, Karotten, Bohnen und Kartoffeln. In Kürze werden auch Hasen in die schon gebauten Ställe einziehen. Die knapp 1.400 SchülerInnen und ihre Eltern sind mitverantwortlich dafür, dass der Schulgarten und die Hasenzucht auch profitabel sind.

Kleine Gärten, viele Menschen
Wer nichts besitzt, hat in Ruanda kaum eine Chance zu überleben. Gibt der Garten nicht genug zum Leben her, muss die ganze Familie hungern. Bezahlte Arbeit gibt es kaum. Doch die Gärten der RuanderInnen sind klein, das Land ist heillos überbevölkert. Deshalb hat CARE es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern in der Schule nebst Lesen und Schreiben auch Strategien zum Überleben mit auf den Weg zu geben. Das Wissen um Saatgut, Dünger, nachhaltige Anbaumethoden und den Schutz der natürlichen Ressourcen ist der Schlüssel zum Überleben.

CARE überarbeitet Lehrplan
Gemeinsam mit dem Bildungsministerium hat CARE den Lehrplan der 6-jährigen Volksschulen überarbeitet. Im angrenzenden Schulgarten setzen die SchülerInnen das erworbene Wissen gleich um. Claudine Fanaka zeigt mir, wie Setzlinge richtig verpackt werden, um sie am lokalen Markt zu verkaufen: „Wir haben in der Schule gelernt, zu welcher Zeit wir die Kartoffeln pflanzen müssen, damit sie gut wachsen, wenige Monate später haben wir sie alle gemeinsam geerntet. Ich habe meinen Eltern erzählt, welches Saatgut wir verwenden und wie man besser düngen kann. Auch in unserem eigenen Garten machen wir es jetzt so, wie ich und meine Schwester es in der Schule gelernt haben.“

CARE-Mitarbeiterin Sarah Pillhofer im Interview
Auch CARE-Projektleiterin Sarah Pillhofer hat sich vom Erfolg des Projektes in Ruanda überzeugt: „Die Waldbestände in Ruanda gehen rapide zurück, der Druck auf die natürlichen Ressourcen ist dadurch massiv. Deshalb ist es besonders wichtig, den Kindern im frühesten Alter beizubringen, wie sie Landwirtschaft so betreiben können, dass sie erstens gut davon leben können und zweitens die Natur möglichst wenig belasten.“

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