In die Region Mardan sind fast gleich viele Flüchtlinge gekommen, wie Menschen hier leben. Die Menschen wandern orientierungslos um ihre Zelte herum und finden sich in der neuen Situation nicht zurecht. "Wir behandeln etwa 200 Patienten am Tag", erzählt ein Arzt von Islamic Relief, der Partnerorganisation von CARE in der Region. "Ein überweigender Teil leidet an Traumata resultierend aus den Kämpfen und Zerstörungen in ihrer Heimat."
CARE-Spendenkonto: PSK 1.236.000 (BLZ 60.000)
Zareena Bibi erzählt von ihren Albträumen. "Ich bin in der Nacht schreiend und weinend aufgewacht, weil ich dachte auch meine beiden Söhne wären umgekommen. Als ich sie gesund und tief schlafend neben mir liegen sah, habe ich Allah von ganzem Herzen gedankt!", so die Mutter, die bereits einen Sohn und eine Tochter während der Kämpfe in ihrer Heimat verloren hat.
Sultana, 58, leidet unter dem Verlust von Unabhängigkeit und Stolz: "Wir hatten fruchtbare Obstplantagen zuhause und haben Bedürftige immer unterstützt. Heute sind wir hier Bittsteller, die in der sengenden Hitze um ein bisschen Mehl anstehen müssen. Dennoch sind wir für jede Hilfe froh, die wir bekommen."
Jamil, 5 Jahre alt, war zuhause in Gulkada Swat ein besonders aktives und aufgewecktes Kind. Seit der Flucht spricht er nicht mehr. "Er fängt an zu weinen und versteckt sich, wenn er Flugzeuge und Helikopter hört. Er glaubt, sie werden ihn töten wie seinen großen Bruder Usman", erzählt seine Lehrerin. Sein 7-jähriger Bruder wurde am 29. April erschossen.![]()
„Vor allem die Kinder brauchen dringend Hilfe. Sie laufen sonst Gefahr, ihr Leben lang unter den Traumata zu leiden“, betont Hasan Mazumdar. CARE bietet für 11.000 Frauen und Kinder psychosoziale Hilfe an. „Wir brauchen dafür weitere Hilfsgelder“, ergänzt Mazumdar. Zusätzlich versorgt CARE 70.000 Vertriebene mit Hilfsgütern, wie Hygieneartikeln, Kochutensilien oder Kleidung.










