„Wir müssen jetzt handeln!“
Aus Äthiopien, Somalia und Kenia berichten CARE-MitarbeiterInnen, dass Vieh verendet, weil es kaum noch Wasser und nutzbares Weideland gibt. Die Preise für Nahrungsmittel und Wasser sind stark gestiegen, Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, weil sie bei der Beschaffung von Nahrung helfen müssen. „Wiederkehrende Dürren, Ernteausfälle und Konflikte nehmen den Menschen jede Lebensgrundlage“, erklärt Mohammed Khaled. „Ein schlechtes Jahr können die Menschen überstehen, nicht aber mehrere. Mehr als 20 Millionen Menschen sind bereits auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.“![]()
In Somalia haben nicht nur der Bürgerkrieg, sondern auch die seit 3 Jahren wiederkehrende Dürre die Zahl der Flüchtlinge weiter ansteigen lassen. Familien sind auf der Suche nach Wasser. In manchen Regionen beträgt die Unterernährungsrate 18 %. CARE hilft über 300.000 Menschen und setzt Wasserstellen und Bohrlöcher wieder instand, sorgt für Hygienestandards, um Krankheiten verursacht durch verschmutztes Wasser zu verhindern.
In Äthiopien verschlimmern akute Durchfallerkrankungen die Situation für die Menschen: Durch chronischen Hunger und Unterernährung ist ihr Immunsystem ohnehin angeschlagen. Auch in weiten Teilen Kenias herrscht Wasserknappheit. 6,2 Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe. CARE hilft mit Nahrungsmittel und Wasser für unterernährte Frauen und Kinder und verteilt Saatgut und Tiere, um der Bevölkerung langfristig ein Einkommen zu sichern.
Auch in Kenia sind bereits 10 Millionen Menschen von der Hungersnot betroffen. Durch den Konflikt rund um die Wahl im vergangenen Jahr mussten viele Menschen fliehen und konnten ihre Felder nicht bestellen. Auch aus Somalia strömen weiterhin Flüchtlinge ins Flüchtlingslager Dadaab, die Kapazitäten dort sind längst erschöpft. CARE hilft 290.000 Menschen im Flüchtlingslager zu überleben. Auch außerhalb des Camps hilft CARE der Bevölkerung in den Dürreregionen mit Wasser, Saatgut und Gesundheitseinrichtungen.
CARE unterstützt derzeit bereits 1,3 Millionen Menschen am Horn von Afrika mit Nahrungsprogrammen oder Brunnenbau. Weitere Hilfe ist dringend nötig.










