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Nur so haben Kinder eine Chance

Ethel steht vor der Volksschule ihrer Gemeinde.

In Ethels Hauswirtschaftschule lernen 32 Kinder nähen...

...stricken und wie sie zusätzliches Geld verdienen können.

„Tidzwe“, sagt CARE-Beraterin Ethel Chidothe. „Kinder müssen lernen! Lernen, wie sie Kleider nähen und Geld verdienen können, wie Gemüse angebaut und verkauft wird. Viele müssen ihre Schulgebühren selbst erarbeiten.“ Ohne Schulausbildung, das weiß niemand besser als Ethel, führt kein Weg aus der Armut.

AIDS macht Kinder zu Waisen
Sorgfältig hat Ethel eine Auswahl von Schals, Tücher, Pullover und Taschen vor ihrer Lehmhütte ausgebreitet. Jede dieser Kreationen ist in einer Gemeinde wie Zomba, die Tag für Tag gegen extreme Armut und AIDS ankämpfen muss, ein Ausdruck stiller Hoffnung. 32 Waisenkinder, Ethels ganzer Stolz, haben diese Stücke angefertigt. AIDS hat den Kindern viel zu früh ihre Eltern geraubt. Der tödliche Virus zwingt ihnen eine große Verantwortung auf: Sie müssen Geld verdienen, sich um ihre Geschwister und Großeltern kümmern. „Und sie gehen mit leerem Magen zur Schule und kommen mit leerem Magen nach Hause“, erklärt Ethel.

Bildung – eine Chance
Seit 1999 machen sich HIV-infizierte Eltern in Malawi für eine bessere Ausbildung ihrer Kinder stark und haben die Organisation Malawi School Parents Association gegründet. Zusätzlich bildet CARE seit 2004 in Zomba HIV- und BildungsberaterInnen aus. Ihre Aufgabe ist es die Auswirkungen von HIV/AIDS in der Region nachhaltig zu mindern. Ethel Chidothe, 61, ist eine von ihnen. Sie steht den Kindern mit Rat zur Seite, ermutigt sie die Schule zu besuchen und klärt sie über die Übertragung des Virus auf. Mit Hilfe von CARE hat Ethel eine Hauswirtschaftsschule gegründet. Dort unterrichtet sie AIDS-Waisen in Handarbeiten, Kochen und Ackerbau. Die Schule nennt sie die „Tidzwe“.

Wissen macht unabhängig
Viele Kinder sind von ihrer Lebenssituation, von Krankheit und Tod beider Elternteile traumatisiert. Alleine in Malawi haben bereits rund 1,2 Millionen Kinder einen oder beide Elternteile durch AIDS verloren. Oft werdcen Sie Opfer von Missbrauch und Ausbeutung. „Die Kinder sind ganz auf sich gestellt. Sich selbst versorgen zu können, ist für sie überlebenswichtig“, erklärt Ethel. „Ich sage ihnen, sie sollen die Schule beenden, dann sind sie unabhängig“. Die Kinder, die in Ethels Hauswirtschaftsschule kommen, sind den anderen einen Schritt voraus: Sie können Fähigkeiten erwerben, die ihnen helfen zu überleben und den Kreislauf der Armut durchbrechen.


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