Besondere Unterstützung für Schwangere
Im CARE-Katastrophenvorsorgeprojekt lernen die BewohnerInnen der Regionen Doti und Kailali wie sie im Ernstfall reagieren müssen, um sich und ihre Familien zu retten. Schwangere mit besonderer Aufmerksamkeit zu bedenken ist in Nepal nicht selbstverständlich - Frauen haben in den meisten Familien untergeordneten Status. Kishmat Devi’s Mann wurde durch eine CARE-Schulungen auf die speziellen Bedürfnisse seiner Frau aufmerksam. „Meine Familie hat sich so liebevoll um mich gekümmert. Dadurch habe ich gespürt, dass mein Baby und ich von großer Bedeutung sind“, erzählt Kishmat lächelnd. Wenige Tage nach der großen Flut brachte sie ein gesundes Kind zur Welt, das CARE sogleich mit warmen Decken und Babynahrung versorgte.
CARE: Hilfe zur Selbsthilfe
Shanti Mallaha hat ebenfalls an CARE-Schulungen zur Katastrophenvorsorge teilgenommen. „Die Flut kam innerhalb weniger Minuten. Dank meiner Teilnahme am CARE-Projekt erkannte ich sofort den Ernst der Lage und wusste, was zu tun ist“, schildert Shanti. Während sich ihre Familie mit den Essensvorräten in Sicherheit brachte, packte Shanti die wertvollsten Besitztümer zusammen. Wichtige Dokumente steckte sie in eine Plastikhülle – genau wie es ihr eine CARE-Mitarbeiterin gezeigt hatte. Glücklicherweise sank der Wasserpegel bereits in den Morgenstunden wieder. „Wir waren stolz, dass wir unsere wenigen Habseligkeiten retten konnten“, sagt Shanti.
Wertvolles Wissen teilen
Jährlich kommen viele Menschen in Nepal in den häufig wiederkehrenden Fluten ums Leben oder verlieren all ihren Besitz. Shanti und ihre Nachbarinnen tauschen ihre Erfahrungen und ihr Wissen untereinander aus, um auf die nächste Katastrophe noch besser vorbereitet zu sein. Gemeinsam möchten sie ihr Know-how und ihre Erlebnisse auch mit BewohnerInnen anderer Dörfer teilen. Denn aus eigener Erfahrung weiß Shanti, wie wichtig rasches und vor allem richtiges Handeln in einer Notsituation sind. „Ich bin CARE dankbar und möchte jetzt selbst anderen helfen“, erzählt sie mit einem Leuchten in den Augen.
![]()
Mit finanzieller Unterstützung der Abteilung für Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission und gefördert von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.










