Situation enorm verschärft
Misra Ahmed wiegt eine Tasse pulverisierte Zusatznahrung in der Balla Gesundheitsklinik in Äthiopien ab. CARE hat diese für ihren akut unterernährten Sohn bereit gestellt. Er ist eines von 50.000 Kindern oder stillenden Müttern, die vom CARE-Zusatzernährungsprogramm versorgt werden, an 200.000 weitere, hungerleidende Menschen in Äthiopien gibt CARE Nahrungsmittel aus. Doch Misra ist trotz der Hilfe für ihren Sohn pessimistisch: „Ich kann meinen Kindern nur mehr einen wässrigen Brei geben. Es wird immer schlimmer. Ich weiß nicht, was Gott mit uns vorhat.“
Positive Entwicklung wird zunichte gemacht
Am Horn von Afrika haben die anhaltende Dürreperiode und Bürgerkriege wie derjenige in Somalia die Lebensmittelkrise noch zusätzlich verschärft. CARE arbeitet seit langer Zeit mit der Bevölkerung an nachhaltigen Landwirtschafts- und Wirtschaftsprogrammen. Doch die Krise wurde durch zahlreiche externe Faktoren ausgelöst: steigende Ölpreise, verstärkte Nachfrage nach Lebensmitteln, Klimawandel, aber auch die Umwandlung von Anbauflächen für Agrartreibstoff. Wenn sich Preise für Reis und Weizen verdoppeln, dann muss die Bevölkerung ihre Werkzeuge und Tiere verkaufen, um zu überleben. So wird die Entwicklung der letzten Jahre wieder zunichte gemacht.
CARE hilft mit Lebensmittel und Wasser
In Somalia versorgt CARE 1,9 Millionen Menschen mit Lebensmittel und sauberem Wasser. Dadurch wird ermöglicht, dass Schulen und Kliniken geöffnet bleiben und von der Existenz bedrohte LandwirtInnen weiterhin ihre Felder bewirtschaften können. Um die lokale Wirtschaft zu stärken, kauft CARE möglichst regionale Lebensmittel ein und stärkt damit auch die Kleinbauern und –bäuerinnen. CARE Äthiopien gibt gemeinsam mit der Regierung auch Lebensmittelschecks aus. Langfristig muss die Produktivität der Landwirtschaft in diesen Ländern gesteigert werden.
Dramatischer Hunger auch in Asien
Asien ist von der Nahrungsmittelkrise ebenso betroffen. Gewalttätige Unruhen haben in einigen Ländern zu Exportstopps und Preiskontrollen geführt. In Afghanistan, das schon bisher eines der ärmsten Länder des Kontinents war, bahnt sich eine entsetzliche Katastrophe an. 4,5 Millionen Menschen brauchen dringend Nahrungsmittelhilfe. Kaum jemand kann sich noch genug zu essen leisten. Die Kriminalität steigt. Fatima, eine afghanische Witwe, ist hoffnungslos: „Der Hunger wird von Tag zu Tag schlimmer. Ich sehe den Tod kommen.“
CARE hilft in fast 70 Ländern der Welt und reagiert mit Katastrophenhilfe ebenso wie mit bereits bestehenden langfristigen Programmen auf die Nahrungsmittelkrise.
Bitte helfen auch Sie, dass Frauen wie Misra und Fatima überleben! Danke!











