Der Konflikt eskaliert
Ntamugenga, 28. Oktober 2008: Menschen rennen wild durcheinander, schreien und weinen, ständig begleitet von Schüssen. Irgendwo in dem Chaos verliert Maria ihre Familie: „Ich rannte und rannte, direkt in die Arme von fünf bewaffneten Männern.“ Was danach geschah, kann sie kaum in Worte fassen. Zwei Tage lang versteckte sie sich in Büschen, bevor sie sich auf den 70 km langen Weg nach Goma in ein Flüchtlingslager aufmachte. Unterwegs gaben ihr Menschen Kleidung, Wasser und Essen.
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Die psychischen Wunden sind tief
„Kein Nachrichtenartikel über die verheerende Situation vergewaltigter Frauen im Kongo konnte mich auf die Geschichten dieser Frauen vorbereiten“, erklärt Elisabeth Roesch, Gender-Expertin von CARE in der Demokratischen Republik Kongo. Seit einem Jahr betreut die CARE-Mitarbeiterin missbrauchte Frauen. „Vergewaltigungen hinterlassen nicht nur tiefe physische und emotionale Wunden, sie reißen auch Familien und soziale Systeme auseinander. Jedes Mal, wenn ich mit den Frauen darüber spreche, werde ich traurig", sagt Roesch.
CARE betreut Frauen psychologisch
CARE unterstützt Gesundheitszentren, in denen Frauen medizinische und psychologische Hilfe bekommen. Auch Maria fand dort Unterstützung. „CARE geht auf die jeweiligen Bedürfnisse der Frauen ein. Wir regen auch Gemeinden an, Gewalt öffentlich zu thematisieren und über Anlaufstellen zu informieren“, berichtet Elisabeth Roesch über ihre Arbeit. Zusätzlich versorgt CARE mehr als 3.600 Flüchtlinge in der Stadt Goma mit Unterkünften, Decken, Küchenutensilien, Hygieneartikel und Plastikplanen. Auch Maria hat Schutz in einer der Notunterkünfte gefunden. Trotz ihrer großen Angst möchte sie so schnell wie möglich in ihre Heimat zurückkehren, um nach ihren Kindern zu suchen.










