Afrika inmitten einer Katastrophe
Diese Krise macht keine Schlagzeilen. Es werden kaum Bilder in den Medien gezeigt. Es sind keine hungrigen Menschenmassen in Flüchtlingscamps zu sehen. Nichtsdestotrotz befindet sich Afrika inmitten einer Hungerkatastrophe. Die Menschen leben am Land, verteilt auf 25 betroffene Länder und immer mehr sterben unbeachtet von der Öffentlichkeit an Hunger. CARE schätzt, dass die Zahl der von der Hungersnot bedrohten Menschen noch in diesem Monat in Somalia auf zwei Millionen, in Kenia auf 3.5 Millionen und in Äthiopien auf 2.6 Millionen steigen werde. Eritrea und Uganda sind ebenso betroffen wie der Sudan, Mali und Niger.
Auf der Suche nach Wasser
Um Wasser für ihre Familien und ihr Vieh zu finden, müssen die Menschen im Durchschnitt 20 bis 50 Kilometer zu Fuß zurücklegen. Das zehrt die bereits ausgemergelten Menschen und Tiere weiter aus. Die natürlichen Wasserreservoirs sind weitgehend ausgetrocknet und versandet. Die Pumpen der Brunnen sind überfordert, sie laufen Tag und Nacht. Überlastung und Ausfall sind die Folge.
Regenzeit kann Hungerkrise kaum mildern
Die nächste Regenperiode wird zwar im März erwartet. Doch kann selbst eine ausgiebige Regenzeit die Lebensmittelknappheit nicht wettmachen. Die Ernte wird weder ausreichen, um alle hungrigen Menschen zu versorgen, noch um genug zur Seite zu legen, um zukünftigen Hungerkrisen entgegenzuwirken. "Eine gute Ernte kann nicht mehrere Jahre schlechter Ernte ausgleichen" erklärt der zuständige CARE-Leiter für Süd-West Afrika Jean-Michel Vigreux.
CARE sorgt für Trinkwasser
CARE unterstützt in dem besonders stark betroffenen Nordosten Kenias die Einwohner mit Wassertankwagen und Wasserkanistern. Die Tankwagen, die bis zu 8.000 Liter fassen, versorgen 30.000 Menschen mit notwendigem Trinkwasser. In Äthiopien versorgt CARE Schulen und Gesundheitsstationen mit Wasser und verteilt Nahrungs- und Futtermittel.
Langfristiger Plan gegen die "dreifache Bedrohung"
Gleichzeitig arbeitet CARE an langfristigen Entwicklungsprogrammen, die die eigentlichen Ursachen der Katastrophe, bekämpfen. Die Langzeit-Ursachen können am besten als "dreifache Bedrohung" beschrieben werden: Dürre, HIV/AIDS und die Politik. Mehrere schwache Ernten aufgrund von Dürre, die Schwächung der Menschen (z.B. bei der Feldarbeit) durch die HIV/AIDS-Pandemie. Und letztendlich der mangelnde Einsatz der Regierungen rasch und effizient zu reagieren.
Mit € 20 können wir eine äthiopische Familie im Dürregebiet einen Monat lang mit sauberem Trinkwasser versorgen.![]()










