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Lifeball: "Crystal of Hope" Award für CARE-Projekt

Lifeball 2008: Rosemary Mbaluka von CARE-Kenia nimmt den "Crystal of Hope"-Award von US-Schauspielerin Kim Catrall entgegen.

Benta Adhiambo (38) und Sila Nwoko Amuhuma sind HIV positiv. Der kleine Jared (7 Monate) wurde nicht infiziert.

In 42 Gesundheitseinrichtungen führt CARE HIV-Tests und Therapien für Schwangere, Mütter und Kinder durch. Dank des "Crystal of Hope" kann das Projekt erweitert werden.

„Entscheide dich fürs Leben“ - bereits seit 2001 hilft CARE HIV-positiven Müttern und Kindern in Kenia.

CARE wurde am Life Ball 2008 mit dem „Crystal of Hope“-Award für ein HIV/AIDS Projekt in Kenia ausgezeichnet. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und wird von Swarovski zur Verfügung gestellt. Das Projekt mit dem Namen „Yier Ngima - Entscheide Dich fürs Leben“ zielt darauf ab, die Übertragung von HIV von Mütter auf Kinder zu verhindern. Jeden Tag werden weltweit an die 1.500 Kinder mit HIV infiziert. Die meisten davon schon als Neugeborene.

Zeichen der Hoffnung
"Der ‚Crystal of Hope’ ist nicht nur eine Auszeichnung für CARE. Er ist vor allem ein Zeichen der Hoffnung für die Mütter und Kinder in Kenia", freut sich Rosemary Mbaluka von CARE Kenia, die beim Life Ball 2008 den Preis aus den Händen von Kim Cattrall entgegennahm. Die internationale Hilfsorganisation wird für ein HIV/AIDS-Präventionsprojekt, das die Übertragung des tödlichen Virus von Mütter auf Kinder in den Mittelpunkt stellt, mit dem Preis bedacht.

Zukunft trotz HIV/AIDS
Im Bezirk Siaya im Westen Kenias kämpft CARE schon seit vielen Jahren gegen die Übertragung des tödlichen Virus auf Säuglinge. Dank des „Crystal of Hope“ kann das Projekt nun weiter ausgedehnt werden. „’Du wirst sterben wie dein Mann’, hat man zu mir gesagt“, erzählt Benta Adhiambo, 38. „Doch dann kam ich in ein CARE-Gesundheitszentrum und fing wieder an mich zu glauben an.“ Ihren Mann verlor Benta vor 9 Jahren, sie selbst wurde vor 7 Jahren positiv auf den HI-Virus getestet. Heute ist sie wiederverheiratet und hält stolz ihren 7 Monate alten Sohn Jared auf dem Arm.

Hohes Risiko der Mutter-Kind-Übertragung von HIV
Alleine in Kenia leben mindestens 150.000 Kinder mit HIV/AIDS. Die meisten von ihnen wurden während der Schwangerschaft, der Geburt oder durch die Muttermilch infiziert. Früherkennung des Virus, antiretrovirale Therapie und die richtige Ernährung können das Übertragungsrisiko auf das Kind wesentlich verringern. Je früher HIV bei Kindern und Schwangeren diagnostiziert wird, desto besser stehen die Behandlungschancen.

Westkenia: CARE leitet 42 Gesundheitskliniken
In seinen Gesundheitszentren führt CARE HIV-Tests für Schwangere, Mütter und Kinder durch und bietet Therapiemöglichkeiten an. Eine Früherkennung durch Early Infant Diagnostic (IED) kann die Lebenswartung der Kinder deutlich erhöhen. CARE veranlasst deshalb, dass alle Babys von HIV-infizierten Müttern unmittelbar nach deren Geburt auf HIV getestet werden. Alleine im Vorjahr konnten 23.760 Mütter getestet und beraten sowie 3.560 Schwangere in Siaya mit einer vollständigen antiretroviralen Prophylaxis-Therapie versorgt werden.

„Entscheide dich fürs Leben“
Neben der lebensnotwendigen medizinischen Versorgung hat CARE auch die Beratung für HIV-infizierte Mütter und deren Familien ausgebaut. In Selbsthilfegruppen erhalten Frauen wichtige Informationen über das Übertragungsrisiko beim Stillen, aber auch über Hygiene und sauberes Wasser. Das Risiko einer Übertragung kann durch Stillen in den ersten sechs Monaten verringert werden, und die Babys erhalten dadurch alle wichtigen Nähr- und Immunstoffe. Um Mangelernährung entgegen zu wirken, versorgt CARE sie zusätzlich mit Sojabohnen, Hirse und Mais.

www.lifeball.at