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Herausforderung Klimawandel

CARE-Katastrophenhilfe in Bangladesch nach dem Wirbelsturm Sidr

Tansania: Züchtung von Setzlingen

Wasser ist Mangelware in Äthiopien

Katastrophe in Myanmar: Wirbelsturm Nargis verwüstete das Land

Afghanistan, Indien, Indonesien und Pakistan sind für die nächsten Jahrzehnte besonders durch den Klimawandel gefährdet. Extreme Dürre, Überflutungen und Wirbelstürme steigern das Risiko für humanitäre Katastrophen. Das besagt eine gemeinsame Studie von CARE International und dem UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UN-OCHA).

Risikoregionen stehen vor Herausforderungen
„Die Menschen in diesen Staaten und in anderen Risikoregionen wie der afrikanischen Sahelzone, am Horn von Afrika und in Südostasien stehen vor enormen Herausforderungen in politischer, sozialer, demografischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Der Klimawandel wird es ihnen besonders schwer machen, diese Herausforderungen zu bewältigen,“ betont Dr. Charles Ehrhart, CARE-Koordinator für Klimawandel und Mitautor der Studie.

Humanitäre Konsequenzen des Klimawandels
„Seit Monaten beobachten wir erschütternde Bilder von Menschen, die von Naturkatastrophen getroffen wurden, – vom Hurrikan Ivan in Madagaskar über extreme Dürre in Teilen Süd- und Ostafrikas bis zum Wirbelsturm Nargis in Myanmar“, ergänzt John Holmes, UN-Direktor für Humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator. Die Studie beleuchtet die voraussichtlichen humanitären Konsequenzen des Klimawandels in den nächsten 20 bis 30 Jahren. Dabei verweisen die Autoren auf die besonderen Gefahren in Verbindung mit dem Klimawandel, vor allem durch Überflutungen, Wirbelstürme und Dürreperioden.

Besonders Arme sind bedroht
„Humanitäre Katastrophen durch Überschwemmungen, Stürme und Dürreperioden werden durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt. Dazu zählen zeitgerechter Zugang zu Ausstattung und Informationen sowie die Fähigkeit, politischen Druck auszuüben“, erklärt Charles Ehrhart. „Das erklärt, warum besonders arme Menschen – wie Viehhirten in Afrika, Frauen und Kinder – die große Mehrheit der Katastrophenopfer darstellen“, fügt er hinzu. Gemäß der neuen Studie erleben wir eine zunehmende Intensität, Häufigkeit und Dauer wetterbedingter Gefährdungen. „Trotzdem müssen diese Gefahren nicht notwendigerweise zu Katastrophen führen, wenn die führenden Politiker der Welt jetzt reagieren“, sagt Ehrhart.

CARE fordert nachhaltige Hilfe
„Klimawandel ist ein Alarmsignal für uns alle“, sagt Dr. Robert Glasser, Generalsekretär von CARE International. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, nur auf vordergründige Probleme z.B. mit Lebensmittelhilfe zu reagieren. Vielmehr müssen wir die dahinterliegenden Gründe der Katastrophen direkt ansprechen. Am wichtigsten aber ist es, den Menschen nach einer Katastrophe so schnell wie möglich zu helfen, wieder auf eigenen Beinen stehen zu können.“

Die Studie wird anlässlich des Beginns des UN-Rahmenkongresses mit dem Thema Klimawandel in Accra, Ghana, vom 21. bis 27. August veröffentlicht.

Sie können den Report downloaden unter:
Humanitarian Implications of Climate Change, pdf  1,7 MB