Wadneicia wurde am 20. Jänner am Platz Saint Pierre geboren, auf ein paar alten Schachteln. Joane Kerez, 20, brachte ihr erstes Kind unter einem Dach von Stofffetzen zur Welt, nur ihre Mutter half ihr. Neugierige standen herum und sahen zu. „Ich konnte kaum atmen, weil ich keinen Platz hatte. Alle sahen mir zu, starrten auf meinen Körper. Ich hätte mir gewünscht, ich hätte Wadneicia unter anderen Umständen zur Welt bringen können.“ Joanes Mutter musste die Nabelschnur mit einer nicht sterilen Rasierklinge durchtrennen. „Ich bin nur froh, dass CARE tags zuvor einen großen Wassertank aufgestellt hat. Sonst hätte ich mein Kind mit Wasser von der Straße gewaschen.“
CARE bittet dringend um Spenden!
PSK 1.236.000 (BLZ 60.000) – Kennwort „Haiti“
Neben sauberem Wasser, Nahrung und Hygiene-Paketen hat CARE nun auch damit begonnen, den Menschen Schubkarren, Schaufeln und Besen zur Verfügung zu stellen, damit sie die Müllberge entfernen können. „Den Müll wegzubringen, das ist das allerwichtigste, damit nicht in Kürze hier höchste Seuchengefahr herrscht,“ sagt Dr. Franck Géneus, Leiter des CARE-Gesundheitsteams in Port-au-Prince. "Wir bauen gerade ein Netzwerk an Freiwilligen auf, um wichtige Botschaften zum Thema Hygiene unter die Bevölkerung zu bringen. Das ist sehr wichtig, um die Risiken zu minimieren."
Saluka Francias Bub wurde vor einem Monat im Spital geboren. Doch seit die Familie auf der Straße lebt, hat sich der Zustand des Kleinen verschlechtert. „Er hat Durchfall und eine starke Erkältung,“ sagt seine Mutter. Das Baby sieht klein und ausgemergelt aus, es wimmert. Chance einen Arzt zu finden, besteht momentan keine.
Marie-Michel Blanc, 32, erwartet ihr drittes Kind. Schon bei der zweiten Geburt gab es Komplikationen, das Baby wurde per Kaiserschnitt geholt. Diese Mal gibt es keine medizinische Betreuung, und das Kind liegt nicht richtig. Marie-Michel ist in Panik. Verzweifelt sucht sie im Camp nach einer Hebamme, die ihr helfen kann.
Aber es gibt immer auch kleine Wunder im Leben: Die kleine Sarah wurde am Tag des Erdbebens im Spital geboren. Obwohl der Teil des Gebäudes, in dem sie sich mit ihrer Mutter befand, fast vollständig zerstört wurde, haben beide unbeschadet überlebt. Emy Merci lächelt ihr Baby dankbar an. Sie ist auch dankbar für das Hygiene-Paket von CARE mit Seife, Toilettenpapier, Waschmittel, Hygienetüchern uvm. „Das ändert alles! Ich kann meine Tochter und ihre Windeln jetzt waschen“, sagt Emy erleichtert.![]()
Auch Joane, Saluka und Marie-Michel haben gemeinsam mit tausenden anderen Frauen CARE-Hygiene-Pakete erhalten. In dieser schwierigen Situation sind schwangere Frauen und Kleinkinder besonders gefährdet.
Die CARE-Mitarbeiter in Haiti geben weiterhin ihr Bestes, um den Menschen zu helfen. CARE verteilt Wasser, Nahrung, Matratzen und Decken, Hygiene-, Kinder- und Geburtshilfe-Pakete in Port-au-Prince, Carrefour, Léogâne and Jérémie.
CARE bittet dringend um Spenden für die Opfer!
PSK 1.236.000 (BLZ 60.000) – Kennwort „Haiti“











