CARE Patenschaften
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Georgien: Lela, eine Frau erzählt

Lela und ihre beiden Töchter

CARE konzentriert seine Hilfe um die Hauptstadt Tiflis, die Region Borjomi Akhaltsikhe und den Osten des Landes.

Flüchtlingsmädchen in einem Kindergarten in Tiflis

7. August, 6:00 Uhr früh: Zu diesem Zeitpunkt wurde die erste Bombe auf Nuli abgefeuert, ein Dorf im Bezirk Kareli. "Meine Töchter schliefen gerade im 2. Stock, als der Beschuss begann. Er war so stark, dass wir 2 Stunden am Boden lagen", erklärt Lela, 41. "Erst danach wagten wir uns in den Keller."

Auf der Suche nach Schutz
4 Tage lang versteckten sich Lela und ihre Familie im Keller ihres Hauses, bevor sie mit anderen DorfbewohnerInnen die Flucht nach Gori antraten. Lelas jüngstes Kind ist 6 Jahre alt. „Es war schrecklich. Nach 4 Tagen in völliger Dunkelheit brannten unsere Augen wie Feuer, als wir das erste Mal wieder Tageslicht sahen“, so Lela. Ihr Heimatdorf Nuli liegt nahe der Konfliktzone Tskinvali. Umgeben von ossetischen Dörfern, die von Separatisten kontrolliert werden.

CARE konnte rasch Hilfe leisten
Doch auch in Gori fanden sie keinen Schutz. Gerade als sie die Schule - die zu einem Flüchtlingslager umfunktioniert wurde - betraten, fiel die erste Bombe auf das Gebäude. „Ich wurde ca. 50 Meter von der Druckwelle weggeschleudert, der Mann vor mir verlor seine Beine. Es war ein Alptraum“, erzählt Lela unter Tränen. Die Menschen mussten in einen Kindergarten in Tiflis evakuiert werden. Zuerst gab es weder Essen oder andere lebensnotwendige Güter, doch CARE gelang es innerhalb von 3 Stunden Hilfsgüter zu bringen.

Der Verlust ist groß
CARE konnte die Familien, rund 160 Menschen, sofort versorgen: Lebensmittel, Babynahrung und Hygieneartikel wurden verteilt. „Ohne Hilfe von CARE wüsste ich nicht, wie ich meine Kinder versorgen könnte. Wir sind sehr dankbar, aber wir können nicht für immer hier bleiben“, so Lela. Ihr Haus in Nuli wurde völlig zerstört. „Ein Raum für uns würde schon völlig ausreichen. Bevor der Konflikt nicht gelöst ist, habe ich Angst vor einer Rückkehr. Ich kann das Leben meiner Kinder nicht riskieren“, sagt Lela.

Die Zahl der Vertriebenen steigt
Mehr als 50.000 Menschen, vorwiegend aus Südossetien, sind bereits in über 350 Zufluchtsstellen in Tiflis und angrenzenden Städten registriert. Die UNO befürchtet einen weiteren Anstieg dieser Zahl auf 100.000 Vertriebene. CARE arbeitet bereits seit 1992 im Land und konnte deshalb so rasch auf die Krise reagieren. Gemeinsam mit der lokalen Regierung und anderen Organisationen versorgt CARE Menschen, die zur Flucht gezwungen wurden, mit Nahrung, Wasser, Hygieneartikel, Betten und anderen Gebrauchsgegenständen. Mehr als 3.000 Menschen hat CARE mit seinen Hilfslieferungen bereits erreicht.