Leidtragende sind ZivilistInnen
Die Situation in Georgien nach dem Konflikt im August 2008 mit Russland ist nach wie vor ernst. CARE und weitere Hilfsorganisationen koordinieren mit den Vereinten Nationen die Hilfe für zehntausende Menschen. CARE half den Flüchtlingen mit der Verteilung von Trinkwasser, Lebensmittel, Babynahrung und Hygieneartikel in Tiflis und Umgebung und im Osten des Landes. Mit einem neuen Projekt gewährleistet CARE einen adäquaten Zugang zu Heizmaterial für 1.000 Familien in der Pufferzone Gori-Tskhinvali.
Flucht: Ein Trauma
Während in den letzten Jahren die Krisenregionen in Georgien aus unseren Köpfen verschwanden, bauten sich dort die Menschen eine neue Existenz auf. Jetzt mussten sie erneut fliehen und allen Besitz hinter sich lassen. Eine 71-jährige Frau aus dem Dorf Artsavi in der Region Tschinvali erzählte CARE: „Vor 18 Jahren musste ich aus meinem Dorf zu Verwandten flüchten, nun muss ich dieses Trauma erneut erleben. Jetzt sind wir alle heimatlos“.
CARE: Seit 1992 in Georgien
Weil die internationale Hilfsorganisation CARE seit 1992 im Land vertreten ist, konnte sie rasch reagieren. Mittlerweile wurden Trinkwasser, Lebensmittel, Babynahrung und Hygieneartikel an mehr als 3.000 Personen in Tiflis und Umgebung verteilt. CARE arbeitet außerdem eng mit dem Ministerium, dem Bürgermeister von Tiflis und lokalen Regierungen zusammen: Alle beteiligten Konfliktparteien werden aufgerufen den sicheren Zugang zu den Hilfsbedürftigten zu gewährleisten. Derzeit beschäftigt CARE 70 nationale und internationale MitarbeiterInnen in Georgien und arbeitet in langfristigen Projekten im Süden und Osten des Landes.
Download: CARE in Georgien, 2006-2008, pdf 900KB










