Wien/Islamabad ( 4. August 2010) – Um die von der Flut betroffene Bevölkerung im nordpakistanischen Swat-Distrikt mit dem Nötigsten zu versorgen hat CARE International einen aus elf Lastkraftwagen bestehenden Konvoi mit Zelten, Decken und anderen dringend benötigten Gütern in die Region entsandt.
„Diese erste Verteilung bietet Schutz für rund 1.800 von Springfluten und Erdrutschen betroffene Menschen in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Darüber hinaus verteilt CARE Moskitonetze, Plastikplanen, Tabletten zur Wasserreinigung, Hygienekits und Küchensets“, erklärt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.
Die südlichen Provinz Sindh ist bislang noch nicht stark betroffen. „Aber die Situation wird sich in den nächsten Tagen sehr wahrscheinlich ändern, da sich die Flut gen Süden ausbreitet“, warnt Wagner-Hager. „Der August ist traditionell der Monat mit den stärksten Niederschlägen. Es wird also noch mehr Regen kommen.“
In den nächsten beiden Tagen wird CARE weitere 500 Unterkünfte und Hilfsgüter in die Distrikte Nowshera und Charsadda schicken. Anlässlich der Flut-Katastrophe, die bereits mehr als Tausend Menschenleben gefordert sowie Häuser, Straßen und Brücken zerstört hat und von der eine Million Menschen betroffen sind, unterstützt CARE darüber hinaus Ärzteteams und mobile Kliniken zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung.
Hunderte mittellose Menschen wurden von Armeehubschraubern vor der steigenden Flut gerettet. Eine Bestandsaufnahme der Schäden konnte noch nicht beginnen, die am stärksten betroffenen Gebiete sind Teile von Khyber Pakhtunkhwa, Teile der Föderal Verwalteten Stammesgebiete (FATA), Beluchistan, Süd-Punjab und der Norden des von Pakistan verwalteten Kashmir. In diesen Gebieten benötigen bis zu 100.000 Familien Hilfe.
„Bis jetzt hat CARE sich vor allem auf medizinische Grundversorgung konzentriert. Mehr als 3.000 Menschen wurden von mobilen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen versorgt. Um der Seuchengefahr vorzubeugen, klärt CARE die Bevölkerung zusätzlich über die erforderlichen Gesundheits- und Hygienemaßnahmen auf“, so der pakistanische CARE-Geschäftsführer Waleed Rauf.
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