Darfur: 70% der Kinder gehen nicht zur Schule
In Krisengebieten wie Darfur, stehen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung im Vordergrund – soziale und psychologische Hilfe bleiben häufig unberücksichtigt. Ein im Dezember 2006 veröffentlichter Bericht hat gezeigt, dass mehr als 70% aller in Darfur lebenden Kinder nicht zur Schule gehen. Schulische Ausbildung ist jedoch sehr wichtig - nicht nur für die Entwicklung der Kinder. Sie bietet weiters eine Art von Stabilität und Routine und fördert Konfliktlösung und Frieden.
Lösungen: Kleinere Lager, Solarkocher
Flüchtlingslager bieten meist nur begrenzten Schutz. Wasser und Brennmaterialien sind knapp. Doch außerhalb des Lagers ist das Leben unsicher: Vor allem Frauen werden angegriffen und vergewaltigt. Kraftstoffsparende Öfen und solarbetriebene Kocher können den Menschen sehr viel mehr helfen, als man denkt. Bei der Planung neuer Lager müssen die Größe der Lager limitiert und adäquate Sanitäranlagen gebaut werden.
Schnellere Rückkehr nach Hause
Lang andauernde Konflikte wie jene in Uganda und im Kongo können nur dann gelöst werden, wenn dauerhaft durch politische EntscheidungsträgerInnen und starke Öffentlichkeitsarbeit Lösungen eingefordert werden. Während Friedensabkommen beschlossen werden, muss bereits der Wiederaufbau von Straßen, Schulen, Wasseranlagen und Gesundheitseinrichtungen, sowie die Förderung der Wirtschaft und Sicherheit haben dann Priorität.
80% aller Flüchtlinge sind Frauen und Kinder
Frauen müssen an friedenserhaltenden und versöhnenden Maßnahmen beteiligt sein. Im Norden Ugandas spielen Frauen eine Schlüsselrolle in der Reintegration der während des Krieges entführten Menschen. Fast 80% aller Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Da Frauen oft die Hauptlast der Konflikte tragen, spielen sie bei Frieden und Versöhnung eine wichtige Rolle.
CARE-Mitarbeiter Jock Baker ist Verantwortlicher für Qualitätssicherung und Accountability.











