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CARE: Spendenaufruf für Hunger-Flüchtlinge in Ostafrika

Nicht nur Dürre – auch Gleichgültigkeit tötet!

Wien, 11. Juli 2011: CARE als wichtigste Hilfsorganisation im größten Flüchtlingslager der Welt, Dadaab in Kenia, bittet dringend um Spenden: Derzeit treffen täglich über 1.500 Flüchtlinge im mit über 370.000 schon jetzt völlig überfüllten Lager ein. Die Menschen fliehen vor der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren am Horn von Afrika. Sie bringen nichts mit als was sie am Körper tragen. 236 CARE-MitarbeiterInnen versorgen sie mit dem Notwendigsten: Wasser, Nahrung, Schlafmatten, Decken und Kochgeschirr. Verstärkte internationale Unterstützung ist überlebenswichtig, denn die Hungerkrise wird absehbar noch Monate anhalten und betrifft neben Somalia auch Äthiopien, Dschibuti und Kenia.

Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich: „ Hier ist eine riesige menschliche Tragödie im Gange. Es gibt bereits erschütternde Berichte von Flüchtlingen, die den tagelangen Fußmarsch ins Flüchtlingslager nicht überlebt haben. Vor allem Frauen, Kinder und alte Menschen sind in Lebensgefahr. Ich appelliere an die Medien, die Berichterstattung über die Hungerkrise um ein Vielfaches zu verstärken und die Arbeit der Hilfsorganisationen zu unterstützen, jetzt und nicht erst, wenn es für Hunderttausende zu spät ist!“  Doch auch die Regierungen müssen ihr Engagement verstärken und dem guten Beispiel von Großbritannien folgen, das vor kurzem 38 Millionen Pfund für Nahrungsmittelhilfe in Äthiopien zusagte.

Die meisten Flüchtlinge in Dadaab kommen aus Somalia, doch auch in Äthiopien ist die Lage dramatisch - 3,2 Millionen Menschen sind dort auf  humanitäre Hilfe angewiesen. CARE ist vor allem in den von der Dürre am schwersten betroffenen Regionen Afar und Oromia aktiv, verteilt Nahrungsmittel und Wasser sowie Chemikalien zur Wasserreinigung. Über 40.000 schwer unterernährte Kleinkinder werden mit therapeutischer Spezialnahrung versorgt.

„Unsere MitarbeiterInnen sind unermüdlich im Einsatz, um Leben zu retten“, so Andrea Wagner-Hager. „Und es wird noch schlimmer werden. Weltweite Solidarität und Hilfe sind dringend gefordert, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Denn nicht nur die Dürre – auch die Gleichgültigkeit tötet. Der qualvolle Hungertod auch nur eines einzigen Menschen ist im 21. Jahrhundert durch nichts zu rechtfertigen, wir haben alle technischen Möglichkeiten, um ihn zu verhindern.“

CARE-Spendenkonto: PSK 1.236.000 (BLZ 60.000); Online-Spenden: www.care.at/spenden Ihre Spende an CARE Österreich ist von der Steuer absetzbar!

Andrea Wagner-Hager steht gern für Interviews zur Verfügung!

Aktuelle Zahlen zur Hungerkrise: http://www.care.at/de/presse/presseaussendungen/press-page/article/aktuelle-zahlen-zur-hungerkrise-am-horn-von-afrika/articleBack/52.html
Fotos aus Dadaab auf Anfrage!


Rückfragen:
Angelika Gerstacker, Referentin für Presse, Medien & Anwaltschaft,
CARE Österreich, 01-7150715-52, 0699/17169560; angelika.gerstacker(at)care.at

 


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