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Afghanistan: Gute Nachrichten für Mädchen

Ruwaida, 12, ist in der 2. Klasse. "Ich wünsche mir eine Schuluniform, damit jeder sehen kann, dass ich in die Schule gehe."

Schülerinnen der 2. Klasse der CARE-Schule in Parwan.

Sima, 11: "Es ist eine gute Nachricht, dass CARE uns eine Bibliothek geschenkt hat."

Ein Zimmer aus brüchigem Lehm, so sieht eine Schule im ländlichen Afghanistan aus. Doch in diesem Raum lernt eine Gruppe von Mädchen ein neues Wort: "Mujda" – zu Deutsch "Gute Nachrichten".

Zukunft durch Bildung
„Dass die Taliban weg sind und wir wieder die Schule besuchen dürfen, das sind gute Nachrichten“, sagt die 11-jährige Sima. Sie will Chirurgin werden, um verletzte Menschen retten zu können. Für die 19-jährige Roqia ist es eine gute Nachricht, als Lehrerin arbeiten zu können. „Das war schon immer mein Traum“, so Roqia. Seit 2 Jahren unterrichtet sie bereits in der CARE-Gemeinschaftsschule in der Region Parwan. Obwohl Mädchen seit dem Ende des Taliban-Regimes wieder zur Schule gehen dürfen, sind noch immer weniger als 35% aller SchülerInnen Mädchen.

CARE initiiert Schulen für Mädchen
„Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft und Mädchen müssen daran teilhaben. Dank CARE gibt es jetzt auch Schulen für Mädchen“, so Roqias Vater, Vorsitzender des Gemeinde-Erziehungskomitees. In einem Land, in dem noch immer viele Menschen das Recht der Frauen auf Bildung ablehnen, ist Unterrichten oft eine gefährliche Sache: 23 Schulen wurden in den letzten Monaten attackiert, 207 LehrerInnen und Kinder im Vorjahr getötet. 300.000 Kinder besuchen aufgrund der prekären Sicherheitslage nicht die Schule, 500 Schulen sind geschlossen.

Mangelndes Bildungssystem
Das Bildungssystem wieder aufzubauen ist nach fast 20 Jahren Bürgerkrieg besonders in den ländlichen Gebieten schwierig. CARE ermöglicht gemeinsam mit lokalen Organisationen und dem Bildungsministerium 45.000 Kindern in 17 abgelegenen Provinzen die Schulbildung. Dass der Anteil der Mädchen an Schulen erhöht wird, ist CARE ein besonders wichtiges Anliegen. Zusätzlich bildet CARE LehrerInnen weiter. So auch Roqia. Heute weiß Roqia, wie sie Lehrpläne entwickelt und eine große Klasse von 40 Mädchen zum Lernen anleiten kann.

Schulung von Lehrpersonal
„Nur 28% der LehrerInnen sind Frauen und es fehlt an qualifiziertem Personal, deshalb ist die Schulung von Lehrpersonal so wichtig“, so Najiba Sediqi, CARE-Bildungsexpertin in Afghanistan. CARE initiiert Gemeinschaftsschulen mit dem Ziel diese ins staatliche Bildungssystem zu integrieren. „Wenn Bildung für alle zur Realität wird und es in unserem Dorf eine offizielle Schule mit Tischen, Stühlen sowie einer Bibliothek gibt, dann sind das gute Nachrichten“, finden auch die Mädchen aus Simas Klasse.


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