Datum: 11. Oktober 2012

Hilfe für Waisenkinder in Ruanda

Im Jahr 2009 hatten SchülerInnen der Neulandschule im 10. Bezirk 2.200 € für ein Waisenkinder-Projekt gesammelt, das CARE in Ruanda durchführt. Dabei wurden 3.000 Haushalten, die nur aus Kindern bestehen, erwachsene Mentoren zur Seite gestellt, die sie im Alltag unterstützen und dafür sorgen, dass die Kinder genug zu essen haben, zur Schule gehen und wenn nötig medizinische Versorgung erhalten. Aber auch die psychologische Bedeutung des Projektes ist wichtig: Die Kinder können sich auf eine erwachsene Bezugsperson verlassen und haben nicht mehr das Gefühl, völlig auf sich allein gestellt zu sein.

 

 

CARE-Mitarbeiter Eugene Rusanganwa, der das Hilfsprojekt vor Ort leitet,  war am Donnerstag in der Neulandschule zu Gast und beantwortete im Rahmen des Geschichte-Unterrichtes Fragen der Schüler der 8. Klasse, z.B. „Wie ist es, in  Ruanda aufzuwachsen?“ Eugene berichtete von seinem  Leben: Er hätte das große Glück, nach seiner Volksschule eine Sekundärschule besuchen zu können. Das sei außer ihm nur einem einzigen seiner 49 MitschülerInnen möglich gewesen. Viele Kinder brechen die  Schule schon in der Volksschule ab, bis zur Universität schafft es nur eine kleine Minderheit. Eugene selbst konnte auch nicht gleich studieren – er ging nach der Schule arbeiten, um seinen vier Geschwistern eine Schulbildung zu ermöglichen, die Eltern waren gestorben. Eugene wünscht sich, dass das erfolgreiche CARE-Kinderprojekt weitergeführt und auf viele weitere Landesteile ausgedehnt werden kann. Mindestens eine Million auf sich allein gestellte Kinder würden landesweit Hilfe brauchen - 43 Prozent der unter 5-jährigen Kinder sind unterernährt.