Haiti: Nach Tropensturm Isaac arbeitet CARE-Team unter Hochdruck
Tropensturm Isaac erreichte Haiti am frühen Samstagmorgen. Er brachte schwere Regenfälle mit sich, verursachte Stromausfälle, Flüsse und Bäche traten über ihre Ufer, Häuser wurden zerstört.
„Am dringendsten wird in Port-au-Prince, Carrefour
und Leogane Hilfe gebraucht“, erklärt Jean-Michel Vigreux, Länderdirektor von CARE Haiti. Hier leben auch mehr als zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 noch viele Menschen in Übergangsunterkünften. „Die Unterkünfte in den Flüchtlingslagern in Carrefour wurden vom starken
Regen schwer beschädigt. Sie sind undicht und
wurden überflutet. Um die Camps herum fließt das
Wasser nicht ab, auch Latrinen wurden überschwemmt. In der Nachbarschaft strömt das Wasser durch die schlecht konstruierten Abwasserkanäle, sie erodieren die ohnehin gefährdeten Hänge und Schluchten noch mehr“, schildert Vigreux.
CARE arbeitet mit über 300 meist einheimischen Mitarbeitern in Haiti. Fast 80 Mitarbeiter sind nun unter Hochdruck im Einsatz, um den Schaden zu bemessen, Sanitär- und Wasseranlagen bereitzustellen und Hilfsgüter zu verteilen. CARE verteilt dringend benötigte Hygieneartikel, Bodenplatten für Latrinen, Seife und Wasseraufbereitungstabletten. In Carrefour versorgt CARE 1.000 Familien mit Abdeckplanen, damit sie ihre Häuser reparieren können. Außerdem verteilt CARE Planen, Seile und Nägel an weitere 3.000 Familien außerhalb der Flüchtlingslager in Carrefour, damit sie sich neue Unterkünfte errichten können.
Seit 1954 ist CARE in Haiti aktiv. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 half CARE mehr als 290.000 Menschen mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, Notunterkünften und anderen lebenswichtigen Gütern.
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