Westbank: Susiya (samt CARE- Klinik) darf stehen bleiben!
von Thomas Haunschmid
Es ist windig, sehr windig auf dem kargen Hügel südlich von Hebron. Susiya heißt die palästinenische Siedlung – ein paar Zelte, in denen insgesamt 350 Menschen wohnen. Zwei dieser Plastik-Planen-Behausungen beherbergen die von CARE Österreich betriebene mobile Klinik. PatientInnen aus dem größeren Umfeld Susiyas kommen hierher, um sich von gut ausgebildeten (Frauen-)ÄrztInnen untersuchen zu lassen, Medikamente zu holen und sich mit anderen Frauen in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen. „Immer wieder werden wir mit einer demolition order, einem Räumungsbefehl, seitens der israelischen Behörden bedroht,“ klagt uns Dorfchef Abu Dschihad das Leid der BewohnerInnen. In der so genannten Zone C der Westbank, zu der auch Hebron-Umgebung gehört, liegt die volle Kontrolle über Sicherheits- und Planungsbelange bei Israel. Die seit Jahrzehnten hauptsächlich von bescheidener Subsistenz-Landwirtschaft und Viehzucht lebenden Menschen in Susiya können aufatmen. Eine gültige Demolition Order – die Region sollte für einen Truppenübungsplatz geräumt werden - wurde kürzlich eingefroren, sprich bis auf weiteres verschoben. Für acht weiter Dörfer in der Region, darunter Kharuba, wo eine weitere vom humanitären Amt der EU (ECHO) finanzierte CARE-Klinik steht, ist der Räumungsbefehl aber weiter aufrecht. Die Zerstörung der Siedlungen würde insgesamt 1500 PalästinenserInnen betreffen.
Mehr zum CARE-Projekt "Medizinische Versorgung sichern!"
Informationen über Susiya:
http://www.guardian.co.uk/world/2012/jul/24/palestinian-villages-demolition-idf-hebron
http://www.avaaz.org/en/petition/Save_My_Village/
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