Nach Wirbelsturm Sidr: Auch Klimawandel gefährdet Bangladesch
Einen Monat nachdem Wirbelsturm Sidr auf die Küste Bangladeschs traf, sind noch immer Millionen Menschen ohne Unterkunft, Trinkwasser und ausreichende Lebensmittelversorgung. Insgesamt 8,9 Millionen Menschen sind von den Auswirkungen des Zyklons betroffen, die meisten von ihnen haben ihr Einkommen mit der Zerstörung der Reisfelder und Shrimpsfarmen verloren.
Immer mehr Wirbelstürme
Ein Hilfsteam von CARE war sofort vor Ort und verteilte Lebensmittel und Plastikplanen für Notunterkünfte. „Doch was die Menschen jetzt ebenfalls dringend benötigen, ist Hilfe, um die dauerhaften Folgen des Klimawandels zu bewältigen.“ Denn der Klimawandel verstärkt die Intensität der Wirbelstürme im Golf von Bengalen. „Wir müssen uns auf noch stärkere Stürme in der Zukunft einstellen“, sagt die Geschäftsführerin von CARE Österreich. Und es sind die Ärmsten der Armen, die davon am stärksten betroffen sind.
Klimakonferenz in Bali
“Während Regierungen in Bali noch diskutieren, betrifft der Klimawandel schon jetzt Millionen Menschen“, meint CARE. Bangladesch ist besonders massiv gefährdet. Der größte Teil des Landes liegt nur einen Meter über dem Meeresspiegel, 20 % sogar auf Meeresniveau. „Wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt und Wirbelstürme intensiver werden, können laut Prognosen der Weltbank 10 % des Landes dauerhaft überschwemmt werden“, beschreibt CARE die Situation. Zusätzlich bringt die Gletscherschmelze im Himalaya weitere starke, saisonale Überschwemmungen im Norden des Landes mit sich.
CARE kämpft auf Klimakonferenz
Erst drei Monate vor Wirbelsturm Sidr waren heuer schon mehr als 10 Millionen EinwohnerInnen von den schwersten Überschwemmungen seit Jahren betroffen. „Die Menschen in Bangladesch brauchen dringend Unterstützung, um sich an diese Gegebenheiten anpassen zu können“, fordert CARE. „Dafür kämpfen wir in Bali.“ Auf der Klimakonferenz wurde der Anpassungsfonds der Vereinten Nationen (UNFCCC) ins Leben gerufen. Der Fonds ist unter den momentanen Bedingungen nicht ausreichend finanziell ausgestattet, um die Entwicklungsländer tatsächlich zu unterstützen.
CARE Nothilfe und Wiederaufbau
In den kommenden Wochen wird CARE in Bangladesch von der Nothilfe zum Wiederaufbau übergehen. Dazu plant CARE, Lebensmittel an 85.000 Familien zu verteilen, Wasserteiche zu entsalzen und ein Einkommen für die Menschen durch sogenannte „Cash-for-Work“–Programme zu sichern.
Damit werden die Betroffenen in den Wiederaufbau ihrer Region integriert. CARE hat bislang Lebensmittel an 62.000 Familien, das sind etwa 414.000 Menschen, verteilt. Mehr als 27.000 Familien erhielten Plastikplanen und Seile, um sich eine Notunterkunft zu bauen. Vier Wasseraufbereitungsanlagen filtern weiterhin 10.000 Liter Wasser täglich und mobilen, medizinischen Teams haben 29.116 Menschen behandelt.
Mit einer Spende von 20 Euro bekommen 3 Familien ein CARE-Überlebenspaket mit Plastikplanen, Kerzen und Zünder, Seife ...![]()
CARE-Spendenkonto PSK 1.236.000
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